Stolz sprach der HSV von einem „europäischen Top-Talent“, als er im März den Transfer von Andrej Vasiljevic bekannt gab. Auch in Fachkreisen sorgte der Deal für Aufsehen.
Rund 1,5 Millionen Euro ließen sich die Hamburger die Dienste des erst 16 Jahre alten Stürmers kosten. Eine solche Summe geht naturgemäß mit großen Erwartungen der Fans einher. Nun wird deutlich: Trotz personeller Engpässe im Angriff wollen die Rothosen bei ihrem Nachwuchsjuwel nichts überstürzen.
Beim Training der Profis im Volkspark ist Vasiljevic noch nicht mit von der Partie. Obwohl Trainer Merlin Polzin mit Yussuf Poulsen aktuell lediglich über einen etatmäßigen Mittelstürmer verfügt und Otto Stange nach der U19-EM erst in den kommenden Wochen zurückkehrt, setzt der HSV bei seinem Top-Talent auf einen behutsamen Aufbau.

Dabei ist das Potenzial des Ungarn unbestritten. Als der HSV den Angreifer unter Vertrag, sprach Sportdirektor Claus Costa von einem „hochspannenden Stürmer-Profil“. Laut Informationen der Bild hatten sich zuvor auch mehrere europäische Top-Klubs mit Vasiljevic beschäftigt. Neben Borussia Dortmund sollen unter anderem RB Leipzig, Benfica Lissabon und Inter Mailand Interesse gezeigt haben. Umso bemerkenswerter war es, dass sich der Youngster letztlich für den Weg an die Elbe entschied.
HSV-Hoffnung Vasiljevic träumt von schnellem Bundesliga-Debüt
Die Erwartungen an seine Entwicklung sind entsprechend hoch. Vasiljevic selbst formulierte seine Ambitionen bereits kurz nach seiner Unterschrift klar: „Mein erstes großes Ziel ist es, so schnell wie möglich in die erste Mannschaft aufzusteigen und mein Debüt in der Bundesliga zu geben.“
Vorerst sammelt er jedoch Spiel- und Trainingserfahrung in der U19 des HSV. Dort soll er sich Schritt für Schritt an das neue Umfeld und die Anforderungen im deutschen Fußball gewöhnen. Gleichzeitig schließen die Verantwortlichen der Mopo zufolge nicht aus, dass der Teenager im Laufe der Vorbereitung erste Einheiten bei den Profis absolviert.
Als Vorbild könnte in dieser Hinsicht Louis Lemke dienen. Der ebenfalls erst 16-Jährige begann vor einem Jahr in der U19, arbeitete sich anschließend über die U21 in der Regionalliga Nord nach oben und feierte am 33. Spieltag gegen den SC Freiburg (3:2) sogar sein Bundesliga-Debüt. Ob Vasiljevic einen ähnlichen Weg gehen wird?

