Mindestens drei HSV-Spieler werden in wenigen Wochen bei der WM 2026 an den Start gehen. Für den Klub könnte sich das Turnier also auch finanziell lohnen.
Die jüngste und zugleich überraschendste Nominierung ist die von Sander Tangvik. Der Winter-Neuzugang, der bislang erst einmal das Tor der Rothosen hütete, ist Teil des norwegischen Kaders und trifft in den USA, Kanada und Mexico auf den Irak, Senegal und Frankreich.
Neben Tangvik wurden auch Luka Vuskovic für Kroatien und Miro Muheim für die Schweiz nominiert. Zudem darf sich Nicolas Capaldo noch Hoffnungen auf eine Teilnahme mit Titelverteidiger Argentinien machen. Aus HSV-Sicht würde sich jede weitere Teilnahme lohnen.
Denn: Für jede Abstellung eines Spielers zahlt die FIFA eine Entschädigung an die Vereine. Rund 11.000 US-Dollar pro Tag werden pro Nationalspieler ausgeschüttet. Diese Rechnung gilt vom Beginn der Abstellung bis zum Ausscheiden des jeweiligen Teams.

HSV hofft bei der WM auf Muheim und die Schweiz
Besonders viel Kohle könnte der HSV Muheim zu verdanken haben. Da der Schweizer Nationalspieler seit 2021 im Volkspark unter Vertrag steht, fließt die volle Prämie an den Klub. Sollte die Schweiz bereits nach der Gruppenphase ausscheiden, könnte der HSV dem Hamburger Abendblatt zufolge dennoch mehr als 170.000 Euro einnehmen. Bei einem tiefen Vorstoß in die K.o.-Runde würde die Summe nochmals deutlich steigen.
Komplizierter ist die Verteilung bei Tangvik und Vuskovic. Tangvik wechselte erst im Winter von Rosenborg BK in die Hansestadt, weshalb die Einnahmen geteilt werden. Vuskovic wiederum kehrt am 1. Juli zu Tottenham Hotspur zurück, wodurch die Turnierprämien ab diesem Zeitpunkt an die Engländer gehen würden.
Positiv: Sogar Ex-Verteidiger Dennis Hadzikadunic könnte dem HSV noch Geld einbringen. Grundlage der Fifa-Zahlungen sind nämlich die vergangenen beiden Spielzeiten.

