Der HSV hatte ihn offenbar schon eine ganze Weile im Blick. Doch deutet vieles darauf hin, dass es Silas Andersen nicht in die Bundesliga zieht.
Wie das dänische Magazin Tipsbladet berichtet, steht der Mittelfeldspieler von BK Häcken vor einem Wechsel zu Sporting CP. Erst vor gut zwei Wochen war durch das Hamburger Abendblatt bekannt geworden, dass sich die Rothosen ebenfalls mit Andersen beschäftigen.
Nach dem gesicherten Klassenerhalt konnte der HSV seine Kaderplanung früh konkretisieren, wobei der dänische Junioren-Nationalspieler in den Fokus der Verantwortlichen rückte. Schon im Winter soll der 21-Jährige auf der Liste gestanden haben, damals kam ein Transfer jedoch nicht zustande.
Andersen besitzt in jedem Fall ein spannendes Profil: Er ist 1,90 Meter groß, zweikampfstark, spielintelligent und trotz seiner Physis mit sauberem Passspiel ausgestattet. Beobachter bescheinigten ihm zudem die Fähigkeit, auch unter Druck spielerische Lösungen zu finden. Eigenschaften, die gut in das Anforderungsprofil des HSV gepasst hätten.

HSV-Kandidat kostet zehn Millionen Euro!
Nun scheint sich das Werben allerdings erledigt zu haben. Laut Tipsbladet zieht es Andersen zum portugiesischen Spitzenklub Sporting. Demnach liegt die fixe Ablösesumme bei rund sieben Millionen Euro, weitere drei Millionen könnten über Boni hinzukommen. Insgesamt würde sich das Transferpaket damit auf bis zu zehn Millionen Euro summieren.
Sollte tatsächlich ein konkretes Interesse bestanden haben, wäre der HSV bei einer solchen Größenordnung wohl ohnehin aus dem Rennen gewesen. Zuvor war aus dem Umfeld des schwedischen Pokalsiegers BK Häcken zu hören, dass für Andersen vier bis sechs Millionen Euro aufgerufen werden sollen. Diese Summe fällt scheinbar noch deutlich höher aus.
Positiv: Die Hanseaten haben im Zentrum bereits anderweitig nachgerüstet. Erst am Samstag gab der Klub die Verpflichtung von Kofi Amoako bekannt. Der 21-Jährige kommt für etwas weniger als zwei Millionen Euro von Dynamo Dresden, besitzt ein ähnliches Skillset wie Andersen und ist somit die deutlich günstigere Lösung.
Seine Transferaktivitäten dürfte der HSV nun vor allem auf das offensive Mittelfeld konzentrieren. Nach Möglichkeit sollen die Leihgaben Fabio Vieira und Albert Grønbaek dauerhaft unter Vertrag genommen werden. Gelingt dies nicht, müssten sich Claus Costa und Co. anderweitig umsehen.

