Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt besitzt der HSV Planungssicherheit und kann die Bemühungen um Neuzugänge intensivieren.
Das ein oder andere Gerücht gab es bereits in den vergangenen Wochen. Dabei wurden häufiger in Skandinavien aktive Akteure mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. Konkreter könnte es nach Abendblatt-Informationen bei Silas Andersen werden, der zurzeit beim BK Häcken unter Vertrag steht. Schon im Winter habe er auf dem Radar gestanden. Ein Transfer kam letztlich nicht zustande.
Doch der HSV verfolge die Entwicklung des dänischen U21-Nationalspielers weiter intensiv. Denn die Tür könnte sich trotz eines noch bis 2029 laufenden Vertrags bereits in der kommenden Transferperiode öffnen. Beobachtern zufolge würde der schwedische Pokalsieger eine Ablöse von vier bis sechs Millionen Euro anstreben. Eine stattliche Summe für Hamburger Verhältnisse.

HSV: Andersen könnte mehrere Positionen spielen
Mit dem 1,90 Meter großgewachsenen Andersen, der den Inter-Nachwuchs durchlief, würde der Kader einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler erhalten. Er bringt genauso wie Nicolai Remberg eine enorme Zweikampfstärke mit, weiß aber auch fußballerisch durch ein sauberes Passspiel sowie der Fähigkeit, auch unter hohem Gegnerdruck Lösungen zu finden, zu gefallen. Daher wird sein Weg mittelfristig in eine stärkere Liga führen.
In Hamburg könnte ihn mit dem verletzungsgeplagten Kapitän Yussuf Poulsen mindestens ein Landsmann erwarten. Ob Andersen auch auf Albert Grønbaek – Matchwinner beim 2:1 in Frankfurt – treffen wird, bleibt dagegen abzuwarten. Dessen Winterleihe sollte ebenfalls das Mittelfeldzentrum stärken, legte er aber seinen bislang stärksten Auftritt als Linksverteidiger hin.
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Der HSV könnte Grønbaek fest an sich binden, wenn er auf die Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro zurückgreift. Eine ähnlich hohe Summe in den auch als Innenverteidiger einsetzbaren Andersen könnte er zwar investieren, müsste dabei aber beachten, dass auch noch weitere Baustellen im Kader geschlossen werden. Denn angesichts der wahrscheinlichen Abgänge von Luka Vuskovic und Fábio Vieira sowie der anhaltenden Sturmprobleme besteht gleich auf mehreren Positionen zwingender Handlungsbedarf.
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