Die Zukunft von Fábio Vieira beschäftigt HSV-Fans in diesem Sommer wie kaum ein anderes Thema. Bei einer möglichen Ersatzlösung macht der HSV jedoch große Fortschritte.
Wie der renommierte Transfer-Journalist Loïc Tanzi von der französischen Sportzeitung L’Équipe berichtet, haben die Gespräche zwischen dem HSV und ES Troyes AC über einen Wechsel von Martin Adeline in den vergangenen Tagen deutlich an Fahrt aufgenommen. Zwar sei der Transfer noch nicht vollständig abgeschlossen, die Verhandlungen befänden sich jedoch auf einem guten Weg. Als Ablösesumme stehen rund sechs Millionen Euro im Raum.
Sky-Reporter Florian Plettenberg stimmte am Samstagmorgen ähnliche Töne an. Demnach habe der HSV mit dem Spieler selbst eine vollständige mündliche Einigung erzielen können. In den Verhandlungen mit Troyes müssten aber „noch einige Details geklärt werden“. Erst dann sei eine Freigabe für den Medizincheck zu erwarten. Positiv: Laut Plettenberg könnte die Ablösesumme letztlich sogar unter sechs Millionen Euro liegen.
Aber wer ist Martin Adeline überhaupt? Der 22-Jährige gehörte in der abgelaufenen Saison zu den prägenden Figuren beim Aufstieg von Troyes in die Ligue 1. In 36 Pflichtspielen sammelte der offensive Mittelfeldspieler starke 22 Scorerpunkte, überzeugte mit elf Toren sowie elf Vorlagen. Bereits vor einigen Wochen hatten französische Medien berichtet, dass die HSV-Verantwortlichen Adeline als möglichen Nachfolger von Vieira beobachten. Nun scheint aus dem Interesse zunehmend mehr zu werden.

Vieira-Aus beim HSV jetzt beschlossene Sache?
Der Hintergrund liegt auf der Hand: Obwohl der HSV weiterhin auf einen Verbleib von Vieira hofft, gestaltet sich eine dauerhafte Verpflichtung äußerst kompliziert. Die im Leihvertrag verankerte Kaufoption in Höhe von 22 Millionen Euro ist für die Hamburger schlichtweg nicht zu stemmen. Stattdessen setzt der Klub auf Verhandlungen mit dem FC Arsenal und hofft auf einen deutlichen Preisnachlass.
Ein Adeline-Transfer würde einen weiteren Anlauf bei Vieira nicht automatisch ausschließen. Allerdings dürfte ein Kauf des Portugiesen nach einem möglichen Sechs-Millionen-Euro-Investment kaum noch realistisch sein. Schließlich haben die Rothosen neben der Spielmacherposition noch weitere Baustellen im Kader zu schließen.
Um Vieira dennoch im Volkspark zu halten, wären daher mehr denn je jene „kreativen und smarten Lösungen“ gefragt, von denen die neue Sportvorständin Kathleen Krüger zuletzt sprach. Denkbar wäre etwa eine Vertragsverlängerung des 26-Jährigen bei den Gunners samt anschließender Leihe zum HSV – womöglich sogar mit Kaufpflicht. Stand jetzt sind solche Gedankenspiele jedoch reine Spekulation.

