Seit dem Jahreswechsel steht der HSV ohne Sportvorstand da. Doch jetzt befindet sich die Suche nach einer Nachfolgelösung für Stefan Kuntz endgültig auf der Zielgeraden.
Wie das Hamburger Abendblatt am Dienstagabend berichtet, ist die Verpflichtung von Kathleen Krüger so gut wie fix! Demnach werde die 40-Jährige, die seit der vergangenen Woche als große Favoritin auf die Kuntz-Nachfolge gilt, einen Vierjahresvertrag im Volkspark unterschreiben. Schon in Kürze soll auch die offizielle Vorstellung der langjährigen Bayern-Mitarbeiterin erfolgen.
Beim deutschen Rekordmeister ist die HSV-Kandidatin seit mehr als 15 Jahren in verschiedensten Aufgabenbereichen tätig. Nun wird die selbst zwischen 2004 und 2009 als Mittelfeldspielerin in der Bundesliga aktive Krüger erstmals in die vorderste Reihe rücken. Sie sorgt damit für ein Novum. Denn bislang stellte noch kein Bundesligist eine Sportvorständin ein. Beim Hamburger Konkurrenten RB Leipzig rückte dafür die Schweizerin Tatjana Haenni Anfang des Jahres sogar in die CEO-Rolle.

Diese Aufgaben übernimmt Krüger beim HSV
Auch Krüger übernimmt beim HSV künftig eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Eric Huwer wird sie die Geschicke der Hanseaten lenken und dabei vor allem auf strategischer Ebene wirken. Ihr Aufgabenbereich ist folgendermaßen umrissen: Die Münchenerin soll sich übergeordneten Vereinsthemen widmen und maßgeblich an der langfristigen Ausrichtung des Klubs mitarbeiten. Vergleichbare Verantwortung trug sie bereits an der Säbener Straße, wo sie als Senior Leading Expert Sport Strategy & Development tätig ist.
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Das operative Transfergeschäft gehört hingegen nicht zu ihrem Kernbereich. Dieses verbleibt weiterhin in den Händen von Claus Costa sowie seinem Team um Chefscout Sebastian Dirscherl.
Gleichzeitig denkt der HSV offenbar über eine weitere strukturelle Erweiterung nach. Dem Hamburger Abendblatt zufolge werde diskutiert, das Vorstandsgremium perspektivisch um eine dritte Position zu ergänzen. Konkrete Entscheidungen dazu stehen allerdings noch aus, die Überlegungen befinden sich derzeit in einem frühen Stadium. Klare Priorität dürfte erst einmal sein, den Deal mit Krüger offiziell zu machen.

