Mit dem geschafften Klassenerhalt hat sich Merlin Polzin beim HSV endgültig in eine ganz besondere Riege vorgearbeitet.
Nach dem Aufstieg im Vorjahr führte der 35-Jährige die Rothosen nun auch souverän zum Verbleib in der Bundesliga. Zwei Spieltage vor Saisonende rangiert der HSV mit einem Acht-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz auf Rang zwölf.
Dafür wird er nun von einer echten Bundesliga-Ikone geadelt. Huub Stevens, der neben Hamburg auch in Gelsenkirchen, Stuttgart, Berlin und Köln arbeitete, zeigt sich tief beeindruckt vom aktuellen Coach. „Ich ziehe meinen Hut vor dem Jungen. Polzin ist ein absoluter Glücksfall für den HSV“, wird Stevens von der Bild zitiert.
Besonders imponiert Stevens die Art und Weise, wie Polzin auftritt und arbeitet. „Er und sein gesamtes Team wirken auf mich wie eine verschworene Gemeinschaft, die sich nicht einfach umpusten lässt“, so der 72-Jährige. Zudem hebt er die Persönlichkeit des Trainers hervor: „Was mir auch sehr gefällt, ist, dass Merlin sich nicht unnötig in den Vordergrund schiebt, anderen nicht die Sonne nimmt. Er hat für mich eine angenehm bescheidene Art.“

Stevens rät HSV zu Polzin-Verlängerung!
Ein entscheidender Faktor sei auch Polzins enge Bindung zum Klub. „Er war Fan, Jugendtrainer, arbeitete als Assistent diverser Coaches im Namen der Raute. Merlin kennt in diesem Klub jeden Mitarbeiter und jeden Stein“, erklärt Stevens und sprach zudem eine ganz konkrete Empfehlung aus: „Ich wünsche dem HSV, dass sie seinen bis 2027 laufenden Vertrag bald verlängern. So eine Trainer-Konstellation findet man nicht so oft.“
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Und tatsächlich: Innerhalb des Klubs soll es bereits Gedanken geben, den Kontrakt mit Polzin zeitnah auszudehnen. Konkrete Gespräche dürften in der Sommerpause und in Anwesenheit der mutmaßlichen neuen Sportvorständin Kathleen Krüger stattfinden.
Doch trotz aller Euphorie rund um den HSV und Polzin mahnt Stevens zur Vorsicht. „Die zweite Saison wird deutlich komplizierter als die aktuelle“, warnt er schon jetzt.

