Der Moment der Erlösung kam am Sonntagabend. Einen Tag nach dem Auswärtssieg in Frankfurt stand auch offiziell fest, dass der HSV erstklassig bleibt.
Wer genauer auf die Saison der Rothosen blickt, erkennt schnell: Dieser Klassenerhalt ist alles andere als glücklich und das logische Produkt einer gelungen Rückkehr nach sieben Jahren in der 2. Bundesliga. Eine Statistik unterstreicht dabei ganz besonders, wie verdient der Ligaverbleib ist.
Denn mit Ausnahme des 3. Spieltags stand der HSV über die gesamte Saison hinweg nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz. Für einen Aufsteiger ist das eine bemerkenswerte Konstanz und ein klarer Beleg dafür, dass sich die Hamburger über Monate hinweg stabil im Tabellen-Mittelfeld behauptet haben. Schon früh hatte Trainer Merlin Polzin ein Gefühl für die Entwicklung seiner Mannschaft. „Es muss sich keiner Sorgen um uns machen“, sagte er vor dem Saisonstart und sollte Recht behalten.

HSV-Boss sieht „positive Gesamtentwicklung“
Tatsächlich bewegte sich der HSV zwischenzeitlich sogar in deutlich komfortableren Tabellenregionen. Nach dem 6. und 22. Spieltag belegte das Team jeweils Rang neun. Im Februar betrug der Rückstand auf das internationale Geschäft plötzlich nur noch fünf Punkte. Im Volkspark wurde dieses Thema jedoch konsequent ausgeblendet. „Mit irgendwelchen Europapokalen beschäftigen wir uns überhaupt nicht“, stellte Nicolai Remberg damals im ZDF-Sportstudio klar. Auch Polzin betonte nach dem richtungsweisenden Sieg in Frankfurt: „Das war für uns nie Thema.“
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Selbst während der jüngsten Schwächephase, als es nur einen Sieg aus zehn Spielen setzte, blieb die Mannschaft stabil genug, um nicht unter den Strich zu rutschen. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge blieb – auch aufgrund von Patzern der Konkurrenz – nahezu dauerhaft konstant. Vorstand Eric Huwer brachte es nach dem 2:1 in Frankfurt treffend auf den Punkt: „Die Entwicklung ist nicht immer linear, es gibt immer wieder Rückschläge, aber die Gesamtentwicklung des Klubs ist positiv.“

