Um eine Leihe zu Eintracht Braunschweig zu ermöglichen, verlängerte Noah Katterbach seinen HSV-Vertrag erst kürzlich bis 2028. An einer Rückkehr in den Volkspark scheint er jedoch kein Interesse zu haben.
Nach seinem Wechsel an die Hamburger Straße machte der 25-Jährige nun unmissverständlich deutlich, dass er dauerhaft bei den Niedersachsen bleiben möchte. „Mein Ziel ist ganz klar, dass Braunschweig die Kaufoption zieht“, erklärte Katterbach im Gespräch mit dem kicker. „Es ist eine Leihe mit einer Kaufoption – und meine Absicht ist, dass der Verein sie am Ende zieht.“
Hinter dem Linksfuß liegt eine schwierige Zeit, der Wunsch nach einer Veränderung ist dementsprechend verständlich. In der vergangenen Saison stand er lediglich viermal im Bundesliga-Kader und kam kein einziges Mal zum Einsatz. Stattdessen spielte er nach einer zwischenzeitlichen Suspendierung durch Trainer Merlin Polzin ausschließlich für die U21 in der Regionalliga Nord. Der HSV sprach im Herbst 2025 öffentlich von einem „Fehlverhalten“, begnadigte seinen Ex-Schützling allerdings wenige Wochen später.

Katterbach hat beim HSV „alles gegeben“
Katterbach kann sich offenbar nicht viel vorwerfen. „Meiner Meinung nach habe ich alles gegeben und das beeinflusst, was ich beeinflussen konnte“, sagte er. Auch körperlich habe es zuletzt keine Probleme gegeben. „Da sieht man, dass ich belastbar bin und mir die Verletzungen keine Probleme mehr machen.“
Einen Eindruck seiner Fitness gewährte er bereits während der ersten Trainingseinheiten des BTSV. Beim 7:0-Testspielsieg gegen die Freien Turner Braunschweig stand der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler darüber hinaus in der Startelf. „Die letzten Jahre waren für mich nicht einfach. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt hier bin und wieder voll angreifen kann“, so Katterbach.
Dabei setzt er auf einen kompletten Neustart. „Jeder Widerstand ist auch eine Lehre. Persönlich schleppe ich das nicht mit mir herum“, sagte der HSV-Leihspieler. Sein Anspruch für die kommenden Monate lautet viel eher: „Jetzt greife ich wieder an, jetzt habe ich wieder eine faire Chance. Von hier aus geht es Schritt für Schritt nach vorn.“

