Kofi Amoako ist offiziell Hamburger. Der 21-Jährige, der Ende Mai für rund 1,8 Millionen Euro von Dynamo Dresden verpflichtet wurde, darf sich seit dem 1. Juli als HSV-Profi bezeichnen.
Bei seiner Vorstellung im vereinseigenen „A-Z“-Interview verriet der defensive Mittelfeldspieler auf HSV.de unter anderem, warum er sich für die Rückennummer 22 entschieden hat. Ein Grund dafür ist einer der größten Stars des Weltfußballs. „Ich bin Fan von Jude Bellingham, der diese Nummer in Dortmund getragen hat“, erklärte Amoako.
Doch die Wahl hatte für den Neuzugang noch eine weitere, persönlichere Komponente. Die Nummer 22 erinnert ihn an seinen ehemaligen Dresdner Mitspieler Lars Bünning, der zuletzt eine schwere Hirnblutung erlitt. „Er kommt aus der Nähe von Hamburg, ist HSV-Fan – und als ich gesehen habe, dass er mal beim 1. FC Kaiserslautern die Nummer 22 hatte, war für mich klar, dass ich sie nehmen muss“, so Amoako.

HSV-Neuzugang will die „Drecksarbeit“ machen
Darüber hinaus gewährte Amoako den HSV-Anhängern aber auch einen Einblick in seine Spielweise. Er selbst sieht sich als klassischen Abräumer. „Einfach gesagt erledige ich die ‚Drecksarbeit‘ vor der Abwehr und gewinne die Bälle für die Konter. Das ist genau meine Stärke“, erklärte der Sechser trocken. „Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich Szenen von meinen Zweikämpfen im Video anschaue, weil sie teilweise ziemlich hart aussehen. Aber ich bin immer fair!“
Die Karriereleitern des 21-Jährigen führte zuletzt Schritt für Schritt nach oben. Nach seiner Ausbildung beim VfL Wolfsburg sammelte er zunächst Spielpraxis beim VfL Osnabrück in der 3. Liga. Anschließend wechselte er zu Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga. „Bei beiden Stationen habe ich gemerkt, dass ich mich erst einmal durchsetzen musste“, blickte Amoako zurück. Doch diese Erfahrungen hätten ihm geholfen: „Je mehr Minuten ich gesammelt habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass ich auf diesem Niveau bestehen kann.“
Nun wartet beim HSV der nächste Karriereschritt. Eine wichtige Rolle für seinen Entschluss spielte dabei Sportdirektor Claus Costa. „Er war die ausschlaggebende Person, die mich von meinem Wechsel überzeugt hat“, erklärte Amoako. Beim Nord-Klub möchte der Youngster nun beweisen, dass er bereit für die höchste deutsche Spielklasse ist.

