Miro Muheim steht dem HSV im Saison-Endspurt nicht zur Verfügung. Eine passender Ersatz wird noch gesucht.
Denn Noah Katterbach, der zweite gelernte Linksverteidiger im Kader, ist unter Merlin Polzin außen vor. In der laufenden Saison brachte er es auf noch nicht eine einzige Einsatzminute. Trotzdem verzichteten die Verantwortlichen um Sportdirektor Claus Costa letztlich darauf, im Winter auf dieser Position nachzulegen. Zunächst stand der Transfer von Almugera Kabar (Borussia Dortmund) bevor, welcher aber am Medizincheck scheiterte.
Bis zur Schließung des Transferfensters fand der HSV keinen Ersatz. Daher versetzte Polzin nach Bekanntwerden der Muheim-Verletzung Willam Mikelrencis von der rechten auf die linken Seite. Die an sich nachvollziehbare Idee, erwies sich nicht als die richtige Lösung. Der Franzose offenbarte abermals erhebliche Schwächen bei defensiven Kernaufgaben und war an beiden Gegentoren entscheidend beteiligt.

Mikelbrencis in der Kritik: Grønbaek könnte in Muheim-Rolle schlüpfen
„Es ist klar, dass wir mit der Leistung nicht einverstanden waren“, kritisierte Trainer Merlin Polzin am Rande des Trainings (via Bild). Eine für seine Maßstäbe doch recht deutliche öffentlich Kritik, die er noch konkretisierte: „Willy hat in der Offensive Sachen mit viel Potenzial, aber es braucht defensiv eine Basis.“ Diese liefert der aus einem Muskelfaseriss zurückgekehrte Bakery Jatta als rechter Schienenspieler.
Für Mikelbrencis gibt es daher kein zurück auf seine angestammte Position. Links könnte er beim Gastspiel in Frankfurt durch Albert Grønbaek abgelöst werden, der bereits in der Endphase des Hoffenheim-Spiels übernahm. „Wir wissen, dass wir uns auf ihn verlassen können und hoffentlich auch am kommenden Samstag. Seine Unbekümmertheit tut jedem Team gut, wenn du davon ein paar Spieler hast, aber nicht allzu viele“, so der im bisherigen Saisonverlauf immer wieder zu überraschenden Lösungen neigende Polzin über den spielstarken Dänen.
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Seinen Platz im Mittelfeldzentrum würde Grønbaek an Albert Sambi Lokonga abgeben, dessen Rückkehr in die Startelf ohnehin schon herbeigesehnt. Doch auch der Winter-Neuzugang würde sich – wie auch Muheim es gerne macht – öfter in Richtung Zentrum bewegen, um sich aktiv am Spielaufbau zu beteiligen. Oberste Priorität liegt jedoch auf der Defensivarbeit. „Er muss das zeigen, was wir uns von ihm versprochen haben: Maximale Intensität gegen den Ball und Leidensfähigkeit, wenn man mal eine Ballbesitzphase des Gegners aushalten muss“, forderte Polzin, der mit seinem Team unbedingt einen Weg aus der Krise hin zum Klassenerhalt finden will.
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