Louis Lemke, Shafiq Nandja, Otto Stange oder Fabio Baldé: Die abgelaufene Saison lieferte den HSV-Fans zahlreiche positive Geschichten aus dem eigenen Nachwuchs.
Gleich mehrere Eigengewächse sammelten ihre ersten Bundesliga-Minuten und nährten die Hoffnung, dass künftig noch mehr Talente den Sprung zu den Profis schaffen könnten. Doch trotz aller Euphorie mahnt Nachwuchs-Chef und Co-Trainer Loic Favé zur Geduld.
Im Interview auf HSV.de bezeichnete der Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums die Debüts der Youngster zwar als „positive Rückmeldung für den gesamten Campus“, stellte zugleich aber klar: „Bei aller Euphorie muss man sagen, dass sich von den vier Spielern noch keiner endgültig durchgesetzt hat.“
Die meiste Einsatzzeit erhielt noch Baldé, der insgesamt 440 Minuten auf dem Platz stand. „Alle müssen an ihren Themen weiterarbeiten, um die nächsten Schritte gehen zu können“, erklärte Favé. Die Bundesliga sei schließlich „ein noch höherer Maßstab“ als in den Jahren zuvor in der 2. Liga.

Favé lobt HSV-Juwel: „Entwicklung war auffälig“
Trotzdem wähnt Favé die Nachwuchsarbeit des HSV auf dem richtigen Weg. „Wir haben die Verzahnung zwischen dem Campus und den Profis auf ein gutes Level gehoben“, sagte er. Die ersten Bundesliga-Erfahrungen der Eigengewächse seien genau die Momente, „für die wir tagtäglich arbeiten“.
Als Paradebeispiel hob Favé Innenverteidiger Shafiq Nandja hervor. Dieser habe sich „für seine Entwicklung belohnt. Seine Entwicklung in den Trainingsleistungen und den Spielen war auffällig“, betonte Favé. Dennoch gelte auch für Nandja: „Das ist aber nur der Anfang.“
Ähnlich fällt die Einschätzung bei Louis Lemke aus. Die Einwechslung des 16-Jährigen gegen Freiburg sei „als Vertrauen in seine Zukunft zu verstehen“. Gleichzeitig erinnerte Favé daran, dass frühe Debüts noch keine Garantie für eine Bundesliga-Karriere seien. „Louis weiß, was es noch braucht“, sagte er und verwies auf Entwicklungsfelder wie das Defensivverhalten und die Stabilität in den direkten Duellen.

