Der Gesundheitszustand von Luka Vuskovic sorgt beim HSV zunehmend für Unruhe. Beim 1:3 im Nordderby gegen Werder Bremen saß der Kroate erneut nur auf der Tribüne.
Sein Fehlen machte sich bemerkbar: Wie schon in der Vorwoche, als man dem VfB Stuttgart sang- und klanglos mit 0:4 unterlag, offenbarte der HSV große Probleme in der Defensive. Mit Blick auf die jüngste Negativserie und das anspruchsvolle Restprogramm würde ein andauernder Ausfall des Kroatien die Rothosen hart treffen.
Offiziell spricht der Verein lediglich von einer Knieprellung. Doch die Dauer seiner Pause passt kaum zu dieser Diagnose. Seit einem Trainingsunfall vor rund zwei Wochen arbeitet der 19-Jährige lediglich individuell, eine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist weiterhin nicht in Sicht. Scheinbar geht man klubintern längst von einer komplizierteren Verletzung aus.

HSV bangt um drei Stammspieler
Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch Vuskovics Vertragssituation. Der Innenverteidiger gehört Tottenham Hotspur und ist nur ausgeliehen. Dass er, wie die Mopo berichtet, vor wenigen Tagen in London von den Spurs-Medizinern untersucht wurde, verstärkt die Zweifel an der ursprünglichen Diagnose. Eine einfache Prellung hätte wohl kaum eine solche Maßnahme erfordert.
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Bis zum Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr) bleiben lediglich fünf Tage. Doch aktuell ist ein Einsatz des Teenagers ist mehr als nur fraglich. Es ist keineswegs unwahrscheinlich, dass der HSV ein drittes Mal in Serie auf seine defensive Lebensversicherung verzichten muss.
Und auch abseits von Vuskovic gibt es weitere Sorgen: Miro Muheim und Sambi Lokonga sind ebenfalls angeschlagen. Im Fall von Muheim könnte es schon im Verlauf des Montags weitere Neuigkeiten geben. Laut Hamburger Abendblatt sei seine gegen Bremen erlittene Verletzung nicht so gravierend, wie zunächst angenommen.

