Jean-Luc Dompé war über Jahre hinweg einer der Publikumslieblinge im Volkspark. Auf seine Kreationsfähigkeiten konnte sich der HSV stets verlassen.
Doch nach dem Bundesliga-Aufstieg im vergangenen Sommer hat sich die Situation grundlegend verändert. Dompé stand in der abgelaufenen Saison lediglich 20 Mal auf dem Platz, war achtmal nur Joker. Laut Mopo-Informationen soll er den Verantwortlichen signalisiert haben, dass er sich für seine Zukunft wieder eine größere sportliche Rolle wünscht.
Genau diese Perspektive scheint es in Hamburg derzeit jedoch nicht zu geben. Die Folge: Beide Seiten beschäftigen sich offenbar zunehmend mit einer möglichen Trennung.
Dabei gehörte Dompé lange zu den prägenden Gesichtern der Rothosen. Ganz besonders überzeugend agierte er in der Aufstiegssaison. Mit neun Toren und Vorlagen avancierte er zum teaminternen Top-Scorer. Ligaweit lieferte kein Spieler mehr Assists als der Franzose. Seine Dribblings, Tempoläufe und kreativen Momente machten ihn zu einem entscheidenden Faktor auf dem Weg zurück in die Bundesliga.

Endet die Dompé-Ära beim HSV?
Im Oberhaus änderten sich die Vorzeichen allerdings. Der HSV agierte weitaus defensiver, verwandelte sich in eine Umschaltmannschaft. Zudem wurde Dompé immer wieder von Verletzungen und Nebengeräuschen außerhalb des Rasens ausgebremst. Im Januar suspendierte der Klub den 30-Jährigen wegen einer Trunkenheitsfahrt sogar vorübergehend.
Nicht nur deswegen wird inzwischen intensiv über seine Zukunft spekuliert. Dem Vernehmen nach sondiert sein Umfeld den Transfermarkt bereits nach möglichen Optionen. Konkrete Angebote sollen bislang zwar noch nicht vorliegen, doch weil Dompé wegen seines fortgeschrittenen Alters und seiner geringen Vertragslaufzeit (bis 2027) nicht allzu teuer sein dürfte, könnte sich das schon bald ändern. Nach vier gemeinsamen Jahren dürfte die Zusammenarbeit zwischen dem HSV und Dompé in diesem Sommer also zu einem Ende kommen.

