Die 0:4-Niederlage beim VfB Stuttgart hat beim HSV eine schonungslose Wahrheit offengelegt. Ohne Abwehrchef Luka Vuskovic agierte die Defensive nicht bundesligatauglich!
Noch vor dem Spiel stellten die Rothosen die beste Rückrunden-Abwehr. Doch in der MHP-Arena war davon rein gar nicht zu sehen. „Das haben wir nicht geschafft“, bilanzierte Trainer Merlin Polzin nach einer Partie, in der seine Mannschaft permanent unter Druck stand. Stuttgart habe seine Vorderleute durch „gutes Positionsspiel hinten reingedrückt“, erklärte auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes, der mit mehreren starken Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte.
Besonders deutlich wurde die strukturelle Schwäche im Zentrum. Ohne den angeschlagenen Vuskovic fehlte dem HSV die Stabilität, die in den vergangenen Monaten immer mehr zum Erfolgsfaktor geworden war. Vor allem Warmed Omari erwischte einen gebrauchten Tag und leistete sich gleich mehrere Fehler, die Stuttgart konsequent ausnutzte. Seine Nebenleute Daniel Elfadli und Jordan Torunarigha agierten nur bedingt glücklicher.

HSV ohne Schlüsselspieler überfordert
Neben Vuskovic musste der HSV in Stuttgart außerdem auf Linksverteidiger Miro Muheim sowie Mittelfeldmann Sambi Lokonga verzichten. Doch Polzin wollte die Ausfälle nicht als Ausrede gelten lassen. „Wenn du hier bestehen möchtest, dann brauchst du nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern auch eine aggressive und kompakte Leistung“, erklärte er bei DAZN. Genau diese Grundordnung habe gefehlt. „Wir müssen anerkennen, dass wir von der Qualität und gesamten Energieleistung nicht gegen ein Bundesliga-Topteam mithalten konnten“, so der Coach weiter.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Auch die Spieler selbst ließen kein gutes Haar an ihrer Leistung. „Wir hätten uns mehr wehren müssen“, bemängelte Elfadli. „Das haben wir auch in der Halbzeit angesprochen, dass es in der ersten Hälfte zu wenig Emotionalität war. Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen, das darfst du gegen eine Top-Mannschaft nicht machen.“

