Ex-Nationalspieler und Leverkusener Manager Simon Rolfes hat die bisherige HSV-Performance in der Bundesliga ausdrücklich gelobt.
„Es ist ein super Stadion, eine tolle Stimmung“, sagte Rolfes nach dem 1:1 des HSV gegen den 1. FC Köln in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Dynamik, die der Aufsteiger nach dem Bundesliga-Comeback erzeugt habe. „Das haben sie mit dem Kader geschafft“, betonte Rolfes und verwies insbesondere auf die Transfers von Fábio Vieira, Sambi Lokonga und Luka Vuskovic.
Vor allem Vieira hinterließ im Spiel gegen Köln nachhaltigen Eindruck. Das zwischenzeitliche 1:0 besorgte die Arsenal-Leihgabe mit einem Außenrist-Lupfer. „Es ist ein wunderbarer Fußballer, den sie in den eigenen Reihen haben – ein Verbindungsspieler innerhalb der Mannschaft mit seiner Erfahrung“, ergänzte Rolfes anerkennend. Auch TV-Experte Stefan Effenberg lobte den Portugiesen als „unfassbar wichtigen Spieler für das Kreative in der Offensive beim HSV“.

Rolfes hebt neue Demut beim HSV hervor
Neben einzelnen Spieler hob Rolfes außerdem die positive Gesamtentwicklung der Norddeutschen hervor. „Hamburg hat es gut gemacht, dass der Realismus in den letzten Jahren deutlich klarer war“, so der frühere Mittelfeldmann. „So sind die Verantwortlichen auch in die neue Saison gegangen .“
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Der HSV habe verstanden, dass man als Aufsteiger geduldig und realistisch agieren müsse. Diese Herangehensweise spiegelt sich derzeit in Tabellenplatz elf und einer verhältnismäßig komfortablen Lage im Kampf gegen den Abstieg wider.
Rolfes sieht im Wiederaufstieg und in der anschließenden Stabilisierung des HSV ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein Klub mit klarer Kaderplanung und realistischer Erwartungshaltung eine neue Identität entwickeln könne. „Es ist nicht, weil sie schon immer groß waren, sondern weil sie sagen: Wir sind ein Aufsteiger und versuchen, eine gute Rolle in der Bundesliga zu spielen.“

