Der FSV Mainz 05 und HSV lieferten sich ein hitziges Duell. Mit dem Auftreten der Gäste zeigte sich Nadiem Amiri nicht einverstanden.
Dabei bezog sich der Mainzer Führungsspieler allerdings nicht auf die sportliche Leistung, sondern auf das Verhalten der Bank. Seinen sehenswerten Volleytreffer zum 1:0 bejubelte er direkt vor den Hanseaten und legte gleich zweimal die rechte Hand vor den Mund, um die „Mimimi“-Geste zu formen. „Mir hat es nicht gefallen, dass die von der Bank die ganze Zeit so viel gestikuliert haben“, erklärte Amiri nach Spielende (via Bild).
Insbesondere störte er sich am heftigen Hamburger Reklamieren wenige Minuten zuvor: „Vor allem bei Silas, wo es keine Rote Karte ist – wie die da alle aufspringen und probieren, auf die Schiris einzureden, und da so eine Show machen…“ Der bereits verwarnte Silas stieg ziemlich ungestüm gegen Nicolás Capaldo ein und entkam zum Unmut der Gäste der Ampelkarte. Diese haderten ohnehin mit einigen Entscheidungen des nicht immer souveränen Schiedsrichters Dr. Robin Braun.
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Amiri gibt sich versöhnlich
HSV-Co-Trainer Richard Krohn sah bereits nach 31 Minuten die Gelbe Karte, allerdings aufgrund eines Disputs mit der Mainzer Seite. FSV-Assistenzcoach Michael Silberbauer wurde ebenfalls verwarnt. Amiri beschrieb mit seiner Kritik ein generell kritisch zu sehendes Phänomen im Profifußball. Ersatzbänke treten oftmals lautstark auf und versuchen mit ständiger Präsenz, Einfluss auf die Entscheidungen der Unparteiischen zu nehmen.
Der HSV verhielt sich nicht anders als viele andere Mannschaften in der Bundesliga. Darüber hinaus besaß er mehrfach gute Gründe zur Aufregung angesichts der zwei nicht gegeben Gelb-Roten Karten gegen Mainz. Neben Silas hätte es Dominik Kohr noch wesentlich zwingender erwischen müssen. Letztlich trennten sich beide Teams allerdings nicht im Unfrieden. „Es war ein emotionales Spiel. Ich habe danach auch mit Hamburgs Trainer kurz gelacht, weil das irgendwo zum Fußball dazugehört. Von daher gibt’s da kein böses Blut“, so Amiri versöhnlich.
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