Die anstehende Länderspielpause bietet dem HSV die willkommene Gelegenheit, im Volksparkstadion mit möglichst vielen Profis am Feinschliff zu arbeiten.
Obwohl bis dato acht HSV-Profis für ihre Nationalteams berufen worden sind, bleiben zwei prominente Kicker außen vor: Zakaria El Ouahdi und Terem Moffi erhielten weder von Marokko noch von Nigeria eine Einladung. Was bitter für die beiden Spieler ist, könnte sich aus Hamburger Sicht durchaus als Vorteil erweisen.
Schließlich erspart sich das Duo nicht nur weite Reisen, sondern kann die kommenden zwei Wochen auch nutzen, um weiter an der eigenen Form zu arbeiten. Beide Sommer-Neuzugänge haben ihre Qualitäten in Hamburg bereits aufblitzen lassen, ihr volles Potenzial aber noch längst nicht abgerufen.

Bei Moffi kommt ein weiterer Faktor hinzu: Der Stürmer kämpfte erst unlängst mit hartnäckigen Knieproblemen und blieb seiner Nationalmannschaft schon während der vergangenen Länderspielpause fern. El Ouahdi wiederum kehrte krank von seiner letzten Marokko-Reise zurück und verpasste anschließend das Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim (3:2).
Sieben HSV-Profis auf Länderspielreise unterwegs
Nun können beide im Volkspark bleiben und unter anderem auch das Testspiel gegen Hajduk Split am 15. November bestreiten. Für Polzin und sein Trainerteam bietet sich damit die Möglichkeit, ganz gezielt mit den beiden Neulingen zu arbeiten.
Ganz ohne Wehmut dürfte der HSV-Coach die ausbleibenden Nominierungen allerdings nicht betrachten. Schließlich sind die Berufungen seiner Profis auch ein Zeichen für die gewachsene sportliche Relevanz des Klubs. „Wir sind auch stolz drauf, dass der HSV wieder zahlreiche Nationalspieler hat. Das waren mal zwei oder drei. Jetzt ist es eine deutlich größere Zahl“, hatte Polzin bereits im Oktober betont.
Diesmal vertreten Immanuel Pherai (Suriname), Sander Tangvik und David Møller Wolfe (Norwegen), Albert Grønbaek (Dänemark), Miro Muheim (Schweiz) und Patson Daka (Sambia) ihre Länder. Zudem wurde Louis Lemke für die deutsche U19 nominiert.

