Beim HSV soll nach und nach Klarheit auf den wichtigen Positionen geschaffen werden. Nachdem Sportvorständin Kathleen Krüger erst kürzlich die Vertragsverlängerung mit Trainer Merlin Polzin vorangetrieben hat, rückt nun die Zukunft von Sportdirektor Claus Costa in den Fokus. Und scheinbar laufen die Hanseaten dabei offene Türen ein.
Wie die Sport Bild bereits in der vergangenen Woche berichtete, möchte Krüger die Zusammenarbeit mit Costa langfristig fortsetzen. Erste Gespräche über eine Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrags sollen bereits stattgefunden haben. Nun gibt es auch Neuigkeiten zur Haltung des 44-Jährigen: Laut Informationen des Boulevardblatts kann sich Costa einen Verbleib in Hamburg sehr gut vorstellen und plant seinerseits, den auslaufenden Kontrakt zu verlängern.
Demnach verliefen die bisherigen Gespräche positiv. Über die konkrete Laufzeit eines neuen Arbeitspapiers und die finanziellen Rahmenbedingungen wurde allerdings noch nicht gesprochen. Das soll sich in den kommenden Wochen ändern. Die Verantwortlichen wollen das Thema möglichst zeitnah vom Tisch haben.

Costa stellte den Bundesliga-Kader des HSV zusammen
Für den HSV wäre eine schnelle Einigung tatsächlich Goldwert. Costa ist bereits seit 2019 im Verein, zunächst als Chefscout und seit März 2023 als Sportdirektor. In dieser Funktion verantwortet er die Kaderplanung maßgeblich und hat sich in den vergangenen Jahren einen deutlich besseren Ruf erarbeitet. Während ihm früher insbesondere die überschaubare Trefferquote bei Wintertransfers vorgehalten wurde, erhielt er spätestens nach dem Bundesliga-Aufstieg viel Anerkennung für seine Arbeit.
Das unterstrich auch die zurückliegende Transferperiode. Insbesondere die späten Verpflichtungen von Fabio Vieira, Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe brachten Costa über Hamburg hinaus eine Menge Anerkennung ein. Dass der HSV nur 16 Monate nach dem Aufstieg einen konkurrenzfähigen Bundesliga-Kader besitzt, ist zu großen Teilen sein Verdienst.

