Drei Spiele, drei Niederlagen – und zum dritten Mal in Folge reichlich Gesprächsstoff rund um die Schiedsrichter. Auch beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt haderten die HSV-Profis mit einer Entscheidung des Unparteiischen.
Im Mittelpunkt stand diesmal Florian Exner, der einen aus Hamburger Sicht folgenschweren Zweikampf ungeahndet ließ. Ganz konkret ging es um die Entstehung des Frankfurter 3:1 durch Younes Ebnoutalib (69.). Zuvor war Martin Adeline bei einem Kopfballduell von Eintracht-Verteidiger Elias Baum von hinten getroffen worden.
Der Franzose beschwerte sich vehement, Schiedsrichter Exner ließ die Partie jedoch weiterlaufen. Besonders bitter: Wie sich später herausstellte, hatte der Unparteiische durchaus ein Foul erkannt, aber auf Vorteil für die Gäste entschieden.
Eine Einschätzung, die Miro Muheim überhaupt nicht nachvollziehen konnte. „Für mich war es ein klares Foul an Martin. Der Gegenspieler springt von hinten in ihn rein“, wird der Schweizer vom Hamburger Abendblatt zitiert. Einen tatsächlichen Vorteil für den HSV habe es anschließend nicht gegeben: „Es ist eine bittere Situation, die man hätte abpfeifen müssen.“

HSV will nicht mehr über Schiedsrichter sprechen
Auch Merlin Polzin kritisierte die Entscheidung deutlich. „Der erste Kontakt von Zaka ist für mich kein Vorteil, weil er nach hinten geht. Dadurch wird unser Vorteil zunichtegemacht“, sagte der HSV-Coach und ergänzte: „Ich hätte mir gewünscht, dass der Kollege abpfeift und sich um die Gesundheit meines Spielers kümmert.“
Die Szene reiht sich in eine aus hanseatischer Sicht unglückliche Schiedsrichter-Woche ein. Schon beim 0:1 in Paderborn hatten die Rothosen vor dem spielentscheidenden Gegentreffer ein Offensivfoul an Warmed Omari moniert. Im Pokal gegen Frankfurt (1:3) sorgten ein ausbleibender Elfmeter für Zakaria El Ouahdi und eine nicht gezeigte Gelb-Rote Karte gegen Nnamdi Collins für Diskussionen.
Polzin wollte die Verantwortung dennoch nicht allein beim Unparteiischen suchen und verwies auch auf den anschließenden Ballverlust von Shafiq Nandja, der das dritte Frankfurter Tor erst möglich machte. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr) gilt ohnehin eine klare Devise: „Wir können Schiedsrichterentscheidungen nicht beeinflussen und müssen den Fokus darauf legen, besser Fußball zu spielen.“

