Der HSV hat sich ein zweites Mal in Serie gegen Eintracht Frankfurt geschlagen geben müssen. Am Sonntagabend unterlagen die Norddeutschen auswärts verdient mit 1:3.
Erst am Dienstag waren beide Mannschaften im DFB-Pokal aufeinandergetroffen. Im Hamburger Volksparkstadion hatte sich die Eintracht mit 3:1 durchgesetzt. Im Bundesliga-Rückspiel bot sich den Rothosen damit die Chance zur Revanche.
HSV-Trainer Merlin Polzin musste dabei erneut auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Nicolai Remberg, Bilal Nadir, Fabio Vieira, Nicolas Capaldo und Yussuf Poulsen fehlten ebenso wie Abwehrchef Sebastiaan Bornauw. Für den Belgier rückte der gerade erst genesene Jordan Torunarigha in die Startelf und übernahm den zentralen Part in der Hamburger Dreierkette.

HSV verschläft Auftakt in beide Halbzeiten
Der Start in die Begegnung verlief ereignisreich. Frankfurt agierte wesentlich dominanter als noch im Pokal und besaß durch Can Uzun (5.) und Younes Ebnoutalib (6.) zwei frühe Gelegenheiten. Die durch ein Eigentor von Warmed Omari verursachte Führung (10.) war zu diesem Zeitpunkt die logische Folge. Der HSV hatte jedoch die passende Reaktion parat und antwortete durch einen Treffer von Terem Moffi (10.) postwendend. Im Anschluss gestaltete sich das Spiel offener: Mit Ausnahme eines Kopfballs von Robin Koch (45.+2) ließen die Hanseaten nicht mehr viel zu und verdienten sich das Remis zur Pause.
Der Auftakt in die zweite Halbzeit gehörte allerdings erneut der Eintracht. Nach einer Ecke Daniel ließ Heuer Fernandes einen Kopfball von Lilian Brassier in die Mitte abprallen, worauf Raphael Onyedika (47.) aus kurzer Distanz zum 2:1 abstaubte. Die Adlerträger waren dem HSV nun klar überlegen: Ebnoutalib (69.) bestrafte einen kapitalen Fehler von Shafiq Nandja und schloss nach einem simplen Konter zum 3:1 ab.
In der Schlussphase berappelte sich die Polzin-Elf nochmals. Alexander Røssing-Lelesiit (80., 88.), Omari (89.) und Stange (89.) scheiterten am herausragend aufgelegten SGE-Keeper Noah Atubolu respektive an der Latte. Es half also alles nichts: Nach der Pleite in Paderborn (0:1) und zwei Niederlagen gegen Frankfurt schließt der HSV die Englische Woche ohne ein einziges Erfolgserlebnis ab. Weiter geht es bereits am kommenden Freitag (20.30 Uhr, Sky) mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 3:1 (1:1)
Frankfurt: Atubolu, Baum, Koch, Brassier, Kosugi (46. Knauff), Onyedika, Aseko (90. Götze), Doan, Uzun (90.+3), Chaibi, Ebnoutalib (74. Burkardt)
HSV: Heuer Fernandes, Möller Wolfe, Nandja, Torunarigha, Omari, Lemke (63. El Ouahdi), Lokonga (80. Amoako), Muheim, Adeline (80. Røssing-Lelesiit), Grønbaek, Moffi (63. Daka)
Tore: 1:0 ET Omari (10.), 1:1 Moffi (14.), 2:1 Onyedika (47.), 3:1 Ebnoutalib (69.)

