Eine Rechnung ist definitiv noch offen: Nach dem bitteren Pokalaus gegen Eintracht Frankfurt (1:3) bekommt der HSV nur wenige Tage später die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) gastieren die Rothosen bei den Hessen. Diesmal geht es allerdings nicht um den Einzug in die nächste Pokalrunde, sondern um wichtige Bundesliga-Punkte. HSV-Trainer Merlin Polzin sieht im schnellen Wiedersehen durchaus eine besondere Challenge. „Du weißt, dass der Gegner darauf reagieren wird, was du am Dienstag vorhattest. Das macht es spannend und herausfordernd“, erklärte Polzin (via HSV.de) mit Blick auf die kurze Zeit zwischen den beiden Duellen.
Zugleich erwartet er Veränderungen bei den Frankfurtern, die im Pokal personell rotieren konnten und dadurch einige frische Kräfte in die Partie bringen dürften. Die individuelle Qualität der Eintracht sei schließlich „unfassbar“. So könnte beispielsweise Nationalstürmer Younes Ebnoutalib, der in Hamburg als Joker zum 3:1 traf, wieder in die Startelf rücken.

Polzin sicher: HSV wird nicht so dominant sein wie am Dienstag
Für den HSV wird es deshalb vor allem darauf ankommen, aus den Erkenntnissen des ersten Aufeinandertreffens die richtigen Schlüsse zu ziehen. „Es wird ein großer Baustein für unser Spiel sein, dass wir vom Mentalen her bereit sind und nicht denken, dass es ähnlich laufen wird wie in der ersten Halbzeit am Dienstag, als wir viele Möglichkeiten hatten.“, formulierte der 35-Jährige seinen Ansatz.
Tatsächlich waren die Hanseaten insbesondere in den ersten 45 Minuten die wesentlich gefährlichere Mannschaft. Zakaria El Ouahdi, Albert Grønbaek und Sebastiaan Bornauw ließen jedoch beste Chancen ungenutzt und hielten die Eintracht, die ihrerseits nach der Pause aufdrehte und dreimal in Folge traf, so im Spiel. Polzin ist sich daher sicher: „Für uns wird es darum gehen, im eigenen Ballbesitz noch präziser zu sein, sich noch mutiger zu zeigen und noch schneller in die Räume zu kommen, die uns der Gegner öffnet.“
Gelingt das, besitzt der HSV gute Chancen, eine gänzlich erfolglose Englische Woche abzuwenden und stattdessen etwas Zählbares aus der Banken-Metropole mitzunehmen.

