Seit dem 1. Juli ist Kathleen Krüger als Sportvorständin beim HSV im Amt. Nach der Verlängerung mit Merlin Polzin will sie nun auch die Zukunft von Sportdirektor Claus Costa regeln.
Dessen Vertrag läuft nur noch bis 2027 und somit am Saisonende aus. Krüger soll laut einem Bericht der Sport Bild jedoch daran interessiert sein, die Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen. Erste Gespräche über eine Verlängerung laufen demnach bereits.
Costa ist seit 2019 für den HSV tätig. Der gebürtige Bayer kam 2019 von Bayer Leverkusen nach Hamburg und fungierte zunächst als Chefscout. Im März 2023 beförderte ihn der damalige Sportvorstand Jonas Boldt zum Sportdirektor. Seitdem verantwortet der 44-Jährige unter anderem die Kaderzusammenstellung und ist eng in die sportliche Ausrichtung des Vereins eingebunden.

Dabei hat sich das Standing Costas im Laufe der Jahre deutlich verändert. Zu Beginn seiner Tätigkeit wurde ihm von vielen HSV-Fans vor allem eine lange Zeit überschaubare Trefferquote bei Wintertransfers vorgehalten. Inzwischen fällt die Bewertung seiner Arbeit wesentlich positiver aus. Insbesondere für die Zusammenstellung des Kaders nach dem Bundesliga-Aufstieg erhielt Costa viel Anerkennung – sowohl innerhalb des Vereins als auch von Beobachtern aus der Branche.
Ähnliches lässt sich auch die jüngste Transferperiode sagen. Vor allem der späte Dreierpack – die Transfers von Fabio Vieira, Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe – wurde deutschlandweit mit großer Aufmerksamkeit registriert. Costa besitzt zweifelsohne einen enormen Anteil daran, dass der Kader des HSV nur 16 Monate nach dem Aufstieg absolut konkurrenzfähiges Bundesliga-Niveau besitzt.
Enthüllt: Wie Krüger den HSV führt
Krüger, seit knapp fünf Monaten Costas Chefin, setzt bei ihrer Arbeit unterdessen auf Nähe, klare Zuständigkeiten und Kontinuität. Die 41-Jährige führt seit ihrem Amtsantritt zahlreiche Gespräche mit den Mitarbeitern aus den verschiedenen Bereichen des Vereins. Dabei geht es ihr darum, deren Aufgaben, Bedürfnisse und mögliche Verbesserungen kennenzulernen. Auch im Austausch mit den Verantwortlichen aus dem Nachwuchs- und Frauenfußball will sie die sportliche Gesamtstruktur weiterentwickeln.
Ihre Arbeitsweise kommt der Sport Bild zufolge gut an. Die Sportvorständin gilt als strukturiert und legt großen Wert auf den persönlichen Kontakt. Außerdem gilt sie als High Performerin, ist nahezu jeden Morgen um 7 Uhr im Volkspark anzutreffen. Ihr hohes Arbeitsvolumen besitzt sogar eine Schattenseite: Krüger hatte bislang keine ausreichende Zeit für die Wohnungssuche und lebt nach wie vor im Hotel.

