Ein ehemaliger Schützling des HSV hängt seine Fußballschuhe an den Nagel: Tomás Rincón hat seine Karriere nach 20 Jahren im Profifußball offiziell beendet.
Der mittlerweile 38-Jährige verkündete seine Entscheidung am Mittwoch über die sozialen Medien. Zuletzt stand der Venezolaner beim brasilianischen Traditionsverein FC Santos unter Vertrag. Nachdem sein Arbeitspapier im Sommer ausgelaufen war, schloss sich Rincón keinem weiteren Klub mehr an. Nun soll endgültig Schluss sein.
Aus HSV-Sicht bleibt Rincón vor allem als kompromissloser Mittelfeld-Abräumer in Erinnerung. Im Jahr 2009 wechselte der Defensivspezialist für weniger als eine Million Euro nach Hamburg und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe. Insgesamt absolvierte er 106 Bundesliga-Spiele für die Rothosen. Wettbewerbsübergreifend waren es sogar 128 Partien. Tore waren dabei nicht seine Spezialität: Ein Treffer gelang ihm an der Elbe nie, immerhin verbuchte er eine Torvorlage.
Ex-HSV-Profi Rincon wurde in Italien glücklich
Nach fünf Jahren im Volkspark verabschiedete sich Rincón 2014. Zuvor hatte er noch den dramatischen Klassenerhalt des HSV miterlebt. Die Rothosen retteten sich damals mit zwei Unentschieden in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth vor dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga. Bis heute hält der HSV mit lediglich 27 Punkten den Rekord für den Bundesliga-Klassenerhalt mit der niedrigsten Punkteausbeute.

Anschließend zog es Rincón nach Italien. Über den CFC Genua führte sein Weg zu Juventus Turin, das 2017 rund acht Millionen Euro für den Mittelfeldspieler zahlte. Die längste Zeit seiner Europa-Karriere verbrachte „El General“ allerdings beim Stadtrivalen FC Turin. Später folgten Stationen bei Sampdoria Genua und dem FC Santos.
Für sein Heimatland schrieb Rincón derweil Geschichte. Mit 143 Länderspielen ist er bis heute Rekordnationalspieler. Doch auch ein großer Teil der HSV-Fans dürfte ihn als nimmermüden Kämper in Erinnerung behalten.

