Er ist einer der Neuzugänge, die beim Debakel gegen Mainz direkt von Beginn an ran durften – oder musste. Bilal Nadir hat bei seiner Anreise nach Hamburg aber auch direkt eine kuriose Geschichte im Gepäck.
Dabei geht es um seinen Namen. Der Mittelfeldspieler war im Sommer ablösefrei vom französischen Erstligisten Olympique Marseille an die Elbe gekommen. Dort galt er lange als eines der größten Talente überhaupt.
Offiziell wurde er beim HSV als Bilal Nadir vorgestellt. Wie aus einem Bericht der MOPO hervorgeht, ist das aber eigentlich gar nicht korrekt.
Nicht nur marokkanische Wurzeln
Und das hat mit dem Fauxpas einer Behörde zu tun. Nadir wurde in Nizza geboren, also in Frankreich. Seine Eltern besaßen aber beide nicht die französische Staatsbürgerschaft, sondern stammen aus Marokko beziehungsweise Algerien. Daher bekam der Mittelfeldmann nicht automatisch einen französischen Pass, sondern die marokkanische Staatsbürgerschaft seines Vaters. In seinen Ausweispapieren stand der Name Bilel Nadir – also ein e statt eines a im Vornamen.

Für den Traum vom Fußballprofi verließ er Marokko und kehrte nach Nizza zurück. Dort erhielt er eine doppelte Staatsbürgerschaft. Der 22-Jährige absolvierte auch seine ersten U-Länderspiele für Frankreich, für Marokko spielt er erst seit der U23.
Dieser Fehler begleitet den HSV-Neuling bis heute
Als er damals seinen französischen Pass erhielt, wurde ein Übertragungsfehler gemacht. Statt seines eigentlichen Vornamens wurde der Name Bilal eingetragen. Dieser Behördenflop begleitet ihn bis heute: In dem einen Pass steht Bilel, in dem anderen Bilal.
Für den Spieler selbst ist das laut dem Bericht der MOPO kein Problem mehr, er habe sich daran gewöhnt. Wie er eigentlich heißt, ist allerdings nicht nur dem marokkanischen Pass zu entnehmen, sondern auch auf Instagram. Da heißt er nämlich „bilelnad10“.
Wie auch immer der Name nun wirklich korrekt und genehm ist, wird den HSV-Fans vermutlich so oder so recht sein. Im Volksparkstadion wird schließlich sowieso nur der Nachname gerufen. Zum Beispiel bei seinem Debüt-Tor. Zunächst aber muss die Blamage gegen Mainz wieder wettgemacht werden. Diese Horror-Partie war Nadirs erster Startelfauftritt im Volkspark. Der Wiedergutmachungsversuch wird aber nicht daheim, sondern auswärts bei RB Leipzig gestartet.

