Die Vertragsverlängerung von HSV-Coach Merlin Polzin scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Bereits vor einigen Wochen wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, jetzt gehen die Gespräche in die entscheidende Phase.
Dabei hätte der Trainerstab um Polzin die Zukunftsfrage am liebsten schon vor dem Bundesliga-Start gegen Borussia Dortmund (0:2) geklärt. Auch wenn daraus nichts wurde, deutet inzwischen vieles darauf hin, dass der Poker bald ein Ende findet.
Das überrascht kaum. Polzin steht inzwischen seit mehr als eineinhalb Jahren an der Seitenlinie der Rothosen. Der gebürtige Hamburger übernahm im November 2025 zunächst interimistisch von Steffen Baumgart. Kurz darauf wurde er zur Dauerlösung befördert. Unter seiner Führung gelang dem HSV noch in derselben Saison die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit führte der 35-Jährige die Hamburger mit neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz letztlich souverän zum Klassenerhalt.
HSV-Verlängerung mit Polzin in Kürze offiziell?
Dass der Verein den erfolgreichen Weg mit Polzin fortsetzen möchte, gilt deshalb schon seit Monaten als äußerst wahrscheinlich. Laut Informationen der Bild fiel Anfang August der endgültige Entschluss, die Zusammenarbeit mit Polzin sowie seinem Trainerteam fortzusetzen. Dazu gehören neben Loic Favé auch die Co-Trainer Richard Krohn und Max Bergmann.

Die federführende Rolle bei den Gesprächen übernimmt seitdem die neue Sportvorständin Kathleen Krüger. Die 41-Jährige verschaffte sich in ihren ersten Wochen beim HSV einen umfassenden Eindruck von der Arbeit des Trainerteams und begleitete nicht nur Trainingseinheiten, sondern auch Videoanalysen.
Nun sollen die Verhandlungen nach dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr) auf die Zielgerade einbiegen. Dem Bild-Bericht zufolge sprechen beide Seiten über eine langfristige Lösung. Ganz konkret geht es um einen neuen Vertrag bis 2029. Um Polzin und seinem Trainerteam ein marktangemessenes Gehalt zu zahlen, wurde demnach bei anderen Bundesligisten und im Ausland ein „Gehalts-Check“ durchgeführt. Welchen Betrag die HSV-Coaches am Ende erhalten, ist allerdings noch nicht bekannt.

