Die Zeichen beim HSV stehen weiterhin klar auf Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin. Der Jung-Trainer führte die Rothosen zurück in die Bundesliga und anschließend souverän zum Klassenerhalt.
Sein aktuelles Arbeitspapier läuft jedoch im Sommer 2027 aus. Die Frage, ob der 35-Jährige zeitnah einen neuen Vertrag erhalten wird, beschäftigt das Umfeld deshalb schon seit Wochen.
Mit Kathleen Krüger hat sich nun erstmals auch die neue Sportvorständin öffentlich zu diesem Thema geäußert. Auf ihrer Vorstellungspressekonferenz machte die 41-Jährige deutlich, dass die Personalie zwar wichtig, derzeit aber nicht die oberste Priorität sei.
„Wir haben im Trainingslager sehr viel Zeit, um uns kennenzulernen“, sagte Krüger mit Blick auf die gemeinsame Arbeit mit Polzin und dessen Trainerteam. „Die werden wir nutzen.“ Bereits in der kommenden Woche reist der HSV ins Trainingslager nach Dänemark, wo sich die neue Klubführung und der Trainerstab intensiver austauschen können.

HSV: Polzin-Verlängerung eine Frage der Zeit
Eine schnelle Entscheidung will Krüger allerdings nicht erzwingen. „Ich möchte jetzt tatsächlich gar keine Deadline setzen“, erklärte die neue Sportvorständin. Damit deutete sie an, dass eine Vertragsverlängerung nicht zwingend noch vor dem Bundesliga-Auftakt Ende August über die Bühne gehen muss. Gleichzeitig ließ sie keinen Zweifel daran, dass die Gespräche grundsätzlich auf der Agenda stehen. „Wenn wir das Gefühl haben, dass wir das abgeschlossen haben und etwas zu vermelden haben, dann sind wir da“, sagte Krüger.
Inhaltlich dürfte die Richtung ohnehin vorgegeben sein. Bereits vor ihrem Amtsantritt hatten sich Sportdirektor Claus Costa und Finanzvorstand Eric Huwer intensiv mit der Trainerfrage beschäftigt. Vereinsintern gilt es seit längerem als Ziel, eine Situation zu vermeiden, in der Polzin in sein letztes Vertragsjahr geht.
Nahezu alles spricht aus diesem Grund dafür, dass die Zusammenarbeit über 2027 hinaus fortgesetzt wird. Polzin genießt im Verein großes Vertrauen, ist bei Mannschaft, Fans und Verantwortlichen gleichermaßen anerkannt. Die Frage scheint derzeit weniger das „Ob“ als vielmehr das „Wann“ einer Vertragsverlängerung zu sein.

