Noch müssen sich die HSV-Fans ein wenig gedulden. Doch das Ende einer außergewöhnlich langen Wartezeit rückt immer näher.
Im November darf Mario Vuskovic nach seiner vierjährigen Sperre wieder für die Rothosen auf dem Platz stehen. Schon im September kann er zudem am Mannschaftstraining teilnehmen, weshalb die Vorfreude auf das lang ersehnte Comeback des Kroaten spürbar steigt.
Mehr noch: Vuskovic genießt ganz offenbar ein unverändert großes Vertrauen. Trotz der langen Zwangspause wird der 24-Jährige beim HSV fest eingeplant. Die Mopo berichtet sogar, man halte ihm „einen Platz im Kader bereit“. Die sportlichen Qualitäten des Innenverteidiger werden von den Verantwortlichen enorm geschätzt.
Allerdings bleibt die Lage komplex. Zwar arbeitet Vuskovic seit Monaten intensiv an seiner Rückkehr und soll körperlich in hervorragender Verfassung sein. Die entscheidende Frage lautet jedoch, wie schnell er sich wieder an den Profi-Alltag gewöhnen kann. Vier Jahre ohne Mannschaftstraining oder Wettkämpfe jeglicher Art hinterlassen zwangsläufig ihre Spuren.

HSV sucht neuen Abwehrchef
Genau deshalb richtet der HSV seine Kaderplanung nicht ausschließlich auf die Rückkehr von Vuskovic aus. Wenn der Rechtsfuß im November wieder spielberechtigt ist, wird die Bundesliga-Saison bereits mehrere Spieltage alt sein. Defensiv stabil stehen müssen die Hanseaten selbstredend schon ab dem ersten Spieltag und in Abwesenheit von Vuskovic.
Das erklärt auch, warum die Kaderplaner um Sportdirektor Claus Costa trotz nominell zahlreicher Optionen für die Innenverteidigung genauestens auf den Transfermarkt blicken. Oberste Priorität genießt dabei die Verpflichtung eines neuen Abwehrchefs. Diese Rolle hatte in der abgelaufenen Spielzeit ausgerechnet der jüngere Vuskovic-Bruder Luka inne. Das Ausnahmetalent kehrt nach einjähriger Leihe jedoch zu seinem Stammverein Tottenham Hotspur zurück.

