Auch ein Jahr nach seinem Abschied verfolgt Davie Selke das Geschehen beim HSV noch immer ganz genau. Der Torjäger hat sich nun ausführlich zu seinem Ex-Klub geäußert.
Für Selke selbst läuft es bei seinem neuen Arbeitgeber Başakşehir Istanbul ordentlich. Insgesamt konnte er in der abgelaufenen Saison 13 Pflichtspieltreffer verbuchen. Doch in seinen jüngsten Aussagen gegenüber Bild stand vor allem der HSV im Mittelpunkt. „Ich habe jede Möglichkeit genutzt, meinen Ex-Verein zu schauen“, sagte der 31-Jährige. Dass die Hamburger nach dem Aufstieg in der Bundesliga derart schnell Fuß fassen konnten, habe ihn beeindruckt.
Besonders angetan zeigte sich Selke vom Innenleben der Mannschaft. „Das Team hat sich als Kollektiv sehr schnell zusammengefunden“, sagte der Stürmer und ergänzte, der HSV sei dadurch „für die meisten Gegner sehr schwer zu bespielen“ gewesen. Dieses Lob ging ausdrücklich auch an die Seitenlinie. „Das junge Trainerteam um Merlin Polzin, Loic Favé und Richard Krohn hat mit Qualität überzeugt. Das ist nicht selbstverständlich“, erklärte er anerkennend.

HSV: Was Selke zum Königsdörffer-Abgang sagt
Auch zum Abschied seines früheren Sturmkollegen Ransford Königsdörffer bezog Selke Stellung. Der Wechsel nach Mainz sei aus seiner Sicht sogar nachvollziehbar. „Für Ransi ist es eine neue, spannende Aufgabe nach vier Spielzeiten in Hamburg. Sein neuer Klub hat mit ihm und meinem ehemaligen Kölner Kollegen Eric Martel zwei starke Transfers getätigt. Ich erwarte, dass 05 in der kommenden Saison in der ersten Tabellenhälfte landen wird.“
Ähnlich wie Selke im vergangenen Jahr hatte Königsdörffer die Rothosen zuletzt ablösefrei verlassen. Monatelang bemühte sich die Vereinsführung um eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags. Doch der Aufwand war vergebens. Der 24-Jährige schloss sich den Rheinhessen an und wird in der kommenden Spielzeit auf den HSV treffen.
Ob das auch für Selke gilt? Laut Bild ist es alles andere als sicher, dass der Routinier sein bis 2028 laufendes Arbeitspapier in Istanbul erfüllen wird. Erste Anfragen für den Knipser sollen demnach bereits vorliegen. Ob auch Interessenten aus Deutschland dabei sind, ist aktuell unklar.

