Viele HSV-Stars laufen ihrer Bestform im Saisonendspurt meilenweit hinterher. Doch für einen Spieler gilt das nicht.
Denn während die Hanseaten in den vergangenen Wochen bedenklich ins Wanken geraten sind (nur ein Sieg aus den letzten zehn Spielen), hebt sich Jordan Torunarigha durch seine Verlässlichkeit deutlich vom Mannschaftstrend ab. Trainer Merlin Polzin findet entsprechend klare Worte (via Bild) und spart nicht mit Lob: „Jordan war in den letzten Wochen schon extrem stabil, auch wenn wir nicht so gut gespielt haben. Da war er einer der Spieler, auf die wir uns verlassen konnten.“
Gerade im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (1:2) unterstrich Torunarigha seinen Wert. In einer Defensive, der reihenweise individuelle Patzer unterliefen, stach der nigerianische Nationalspieler merklich heraus. Mit einer Zweikampfquote von 63,6 Prozent ließ er sogar alle Hoffenheimer Gegenspieler hinter sich. Am Boden gewann der HSV-Star sogar fünf seiner insgesamt sechs direkten Duelle.

Polzin über HSV-Star: „Zweifel machen ihn stärker“
Auch über die Saison hinweg liefert Torunarigha mehr als ordentliche Werte: Er gewinnt 61,3 Prozent seiner Zweikämpfe, hinzu kommen eine Passquote von 84,6 Prozent und im Schnitt 68 Ballkontakte pro Partie. Besonders auffällig ist seine Intensität gegen den Ball: Im April kam er auf 9,25 Klärungsaktionen pro Spiel, ein Top-5-Wert ligaweit. Polzin bringt es auf den Punkt: „Er liebt diese Phase der Saison. Der hat Bock. Jeder Moment, in dem einer an ihm zweifelt, macht ihn stärker.“
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Zweifel an Torunarighas Qualitäten gab es gerade in seinen ersten HSV-Monaten zahlreiche. Nach schwacher Vorbereitung und einem unglücklichen DFB-Pokal-Auftritt beim FK Pirmasens (2:1 n.V.) ging der Sommer-Neuzugang lediglich als Backup in die Saison. Im Laufe der folgenden Monate arbeitete sich der Linksfuß jedoch Stück für Stück in die Mannschaft und ist mittlerweile ein integraler Bestandteil der Dreierkette – in Abwesenheit von Luka Vuskovic zuletzt sogar als zentraler Innenverteidiger. Bei einer Rückkehr des Kroaten dürfte Torunarigha auf seine angestammte linke Position zurückkehren.

