Die sportliche Krise des HSV spitzt sich immer weiter zu. Beim 1:2 gegen Hoffenheim kassierten die Rothosen ihre dritte Niederlage in Serie.
Insgesamt gelang sogar nur ein Sieg aus den vergangenen zehn Partien. Vor den letzten drei Saisonspielen befindet sich der HSV im Abstiegskampf also weiterhin unter Druck.
Trotz der erneuten Enttäuschung gab es nach dem Abpfiff eine durchaus bemerkenswerte Anerkennung seitens des Gegners. Hoffenheim-Coach Christian Ilzer zeigte sich beeindruckt vom Auftritt der Hamburger und lobte ganz besonders die Handschrift von Trainer Merlin Polzin.
„Es ist nicht einfach hier“, sagte Ilzer nach der Partie. Der Österreicher verwies darauf, dass der HSV „viele Ideen“ habe, im Positionsspiel ständig rotiere und versuche, sich immer wieder neue Räume zu öffnen. Zudem bescheinigte er den Hamburgern einen „sehr kompakten Abwehrblock“ sowie Stärke in Umschaltsituationen. „Es steckt viel Idee dahinter, viel gute Trainerarbeit“, fuhr er fort. Entsprechend erleichtert sei Hoffenheim gewesen, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen.

Ilzer verweist auf HSV-Erfolge gegen Top-Teams
Ilzer erinnerte außerdem daran, wie schwer es für Auswärtsteams im Volkspark sein kann. „Es ist nicht so leicht hier zu gewinnen“, betonte er und verwies auf prominente Beispiele: „Die Bayern haben hier nicht gewonnen, Dortmund hat hier nicht gewonnen.“ Tatsächlich trotzte der HSV beiden Top-Klubs im eigenen Wohnzimmer jeweils ein nicht unverdientes Remis ab.
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Zur Wahrheit gehört aber auch: Diese Achtungserfolge stammen aus einer deutlich besseren Saisonphase. Aktuell hinken die Hanseaten ihrer Form der vergangenen Monate deutlich hinterher. Das Lob des Hoffenheim-Trainers dürfte daher nur ein kleiner Trost sein.
Denn wenn der HSV den Klassenerhalt auch rechnerisch fix machen will, müssen die gegen die TSG gezeigten positiven Ansätze schnell wieder in Punkte umgemünzt werden. Am besten schon beim anstehenden Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt.

