Der HSV ist mit seinem Einspruch gescheitert: Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag bekanntgab, wird Philip Otele für zwei Spiele gesperrt.
Damit verpasst der Linksaußen die Partien gegen die TSG Hoffenheim (25.04.) und Eintracht Frankfurt (02.05.). Der DFB begründet diese Entscheidung mit einem „rohen Spiel gegen den Gegner“. Trotz einer Nachverhandlung, über die das Hamburger Abendblatt noch am Montag berichtet hatte, blieb das Sportgericht bei dieser Bewertung.
Der HSV hatte gehofft, das Strafmaß noch zu reduzieren, nachdem bereits im Vorfeld Zweifel an der Verhältnismäßigkeit laut geworden waren. Schiedsrichter Florian Exner selbst sprach im Anschluss an das Nordderby gegen Werder Bremen (1:3) von einer harten Entscheidung.
Vor allem HSV-Boss Eric Huwer übte anschließend durchaus deutliche Kritik und sprach von inkonsistenten Maßstäben. „Bei der roten Karte gegen Otele ist dann die Rede von einem Trefferbild, das wir in Freiburg beim Duell zwischen Torunarigha und Manzambi wieder nicht bemühen durften, weil es eine fußballtypische Bewegung gewesen sein soll“, erklärte er und legte nach: „Unterm Strich sind das viele terminologische Diskrepanzen, mit denen wir nicht einverstanden sind.“

HSV-Verantwortliche werden ebenfalls gesperrt
Doch der DFB ließ sich davon nicht umstimmen. Die Entscheidung steht, der Einspruch blieb ohne Wirkung. In der offiziellen Pressemitteilung des Verbands wird die Berufung des HSV bislang gar nicht erwähnt.
Stattdessen trifft es neben Otele auch Teile des Trainerstabs. Co-Trainer Loic Fave und Physiotherapeut Tim Roussis erhielten nach ihren Platzverweisen in Bremen jeweils ein Spiel Innenraumverbot. Laut DFB hätten sich beide „unsportlich verhalten“.
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Für den HSV kommt vor allem die Otele-Sperre zur Unzeit. In der entscheidenden Phase der Saison fehlt Trainer Merlin Polzin eine weitere Offensivoption. Mit Jean-Luc Dompé (Fußverletzung + Krankheit) und Alexander Røssing-Lelesiit (Syndesmosebandriss) mussten die Rothosen zuletzt bereits auf zwei weitere linke Außenbahnspieler verzichten. Während ein Dompé-Comeback zumindest absehbar ist, wird Røssing-Lelesiit auch in den kommenden Partien ausfallen – genau wie Otele.

