Was sich in den vergangenen Tagen andeutete, ist nun offiziell: Der HSV hat Innenverteidiger Shafiq Nandja an den Verein gebunden und das Eigengewächs mit seinem ersten Profivertrag ausgestattet.
Damit belohnen die Rothosen die starke Entwicklung des 19-Jährigen, der sich in den vergangenen Monaten Schritt für Schritt an die Bundesliga-Mannschaft herangearbeitet hat.
Bereits mehrere Medien berichteten zuletzt, dass die Vertragsverlängerung mit Nandja praktisch ausverhandelt sei. Nun bestätigte der HSV den Deal offiziell. Der in Hamburg geborene Defensivspieler, der bereits seit 2018 das Trikot des Vereins trägt, bleibt dem Klub langfristig erhalten.
„Shafiq hat sich diesen Schritt mit viel Arbeit und Disziplin mehr als verdient“, erklärte Sportdirektor Claus Costa in der Vereinsmitteilung. Besonders nach dem Abgang von Guilherme Ramos habe man bewusst entschieden, die entstandene Lücke im Profi-Kader mit Nandja zu schließen. „Shafiq hat dieses Vertrauen bestätigt, im Training konstant gute Leistungen gebracht und sich dadurch seine ersten Einsätze in der Bundesliga erarbeitet“, so Costa weiter.

Für HSV-Youngster Nandja „wird ein Traum wahr“
Der 1,86 Meter große Innenverteidiger feierte im Heimspiel gegen den SC Freiburg (3:2) sein offizielles Profi-Debüt. Beim Saisonabschluss in Leverkusen (1:1) durfte er sogar für fast 20 Minuten ran. Zuvor gehörte er mehrfach zum Bundesliga-Spieltagskader. Parallel dazu sammelte Nandja Spielpraxis in der Regionalliga Nord, wo er in der abgelaufenen Saison 24 Einsätze für die U21 absolvierte.
Dass der HSV große Stücke auf sein Talent hält, zeigte sich bereits im vergangenen Sommer. Damals soll der italienische Erstligist FC Turin rund 300.000 Euro Ablöse plus Boni für Nandja geboten haben. Die Hanseaten lehnten jedoch ab und banden ihr Talent ein knappes Jahr später langfristig an sich.
Für Nandja selbst stellt dieser Schritt einen ganz besonderen Meilenstein da. „Als gebürtiger Hamburger, der viele Jahre im Nachwuchs des HSV verbracht hat, wird mit dieser Vertragsunterschrift ein Traum für mich wahr“, sagte der Teenager. Gleichzeitig betonte er: „Ich weiß, dass ich noch am Anfang stehe und weiter hart an mir arbeiten muss.“

