Das Missverständnis zwischen Silvan Hefti und dem HSV steht vor einem Ende. Für den Rechtsverteidiger geht es in die MLS.
Der 28-Jährige soll die Norddeutschen verlassen und sich D.C. United aus der US-Hauptstadt Washington anschließen. Damit setzt sich der personelle Umbruch im Volkspark weiter fort.
Beim HSV besaß Hefti ohnehin keinerlei Perspektive mehr. In bislang 18 Bundesliga-Partien stand der Schweizer nicht ein einziges Mal im Spieltagskader. Auch beim Derby gegen den FC St. Pauli fehlte er, zu diesem Zeitpunkt liefen die Gespräche mit dem MLS-Klub bereits. Wie Yahoo Sports und das Hamburger Abendblatt berichten, befinden sich alle Beteiligten in den finalen Verhandlungen. Der Transfer könnte schon zu Wochenbeginn offiziell werden.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Nächster HSV-Abgang (fast) perfekt
Laut Abendblatt kommt dabei folgendes Modell zum Tragen: Die Hamburger kassieren nur eine geringe Ablöse, diese wird jedoch genutzt, um Hefti eine Abfindung zu zahlen und so sein niedrigeres Gehalt in den USA auszugleichen. Für den Klub ist ein solches Vorgehen mit einer spürbaren Entlastung auf der Gehaltsliste und steuerlichen Vorteilen verbunden. Sportdirektor Claus Costa treibt den geplanten Kaderabbau damit konsequent voran. Zuvor verließen bereits Jonas Meffert, Daniel Peretz und Anssi Suhonen den Aufsteiger. Auch Guilherme Ramos und Immanuel Pherai stehen vor einem Abgang.
Zu diesen Namen gesellt sich nun auch Hefti. Bereits im Sommer wurde ihm signalisiert, dass er keine Perspektive mehr besitzt – und das nur ein Jahr nachdem er für rund 1,5 Millionen Euro vom CFC Genua verpflichtet worden war. Doch bereits in der Rückrunde der vergangenen Zweitliga-Saison verlor der Eidgenosse seinen Stammplatz.
Nach dem Aufstieg wuchs die Konkurrenz in Person von Giorgi Gocholeishvilli weiter. Aktuell kommt vor allem Bakery Jatta auf der rechten Schiene zum Zug. Und auch William Mikelbrencis steht in der Rechtsverteidiger-Hackordnung deutlich über Hefti, der jetzt einen Neustart in den USA wagt.

