Der HSV geht personell mit deutlich mehr Optionen in das Bundesliga-Duell gegen Bayer Leverkusen. Dennoch steht Merlin Polzin vor einer kniffligen Abwägung.
„Ich bin froh, dass viele Kranke wieder dabei sind und wir personell fast aus dem Vollen schöpfen können“, erklärte Polzin am Montag mit Blick auf die „Highlight-Partie“ gegen Leverkusen.
Bis auf Kapitän Yussuf Poulsen und Warmed Omari sowie Anssi Suhonen sind alle Profis grundsätzlich einsatzfähig. Dennoch will der HSV-Coach nicht blind durchwechseln. Die Belastungssteuerung zu Jahresbeginn unterscheidet sich für ihn klar von englischen Wochen im Herbst: „Wenn du im Oktober und November eine englische Woche hast, ist das nach der Vorbereitung und den zahlreichen Spielen bis dahin etwas anders als jetzt zu Beginn des Jahres. Inwieweit wir die Spielzeit auch im Verlauf des Spiels verteilen, entscheiden wir dann beim Spiel.“
Gerade Spieler mit bekannter Verletzungshistorie stehen im Fokus. Jean-Luc Dompé wurde zuletzt mehrfach geschont, um seine wiederkehrenden Achillessehnen-Probleme im Griff zu behalten. Auch Sambi Lokonga, in der Vorsaison oft durch muskuläre Beschwerden ausgebremst, soll behutsam aufgebaut werden. Laut Hamburger Abendblatt wird der Belgier gegen die Werkself voraussichtlich fehlen.
Hinzu kommt die Frage nach der Fitness der Flügelstürmer Rayan Philippe und Fabio Baldé, die zuletzt erkältet waren. Selbiges gilt für Emir Sahiti. Der Kosovare dürfte allerdings ohnehin nur Außenseiterchancen auf einen Einsatz haben.
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HSV will es nicht so machen wie gegen Heidenheim
Eine Groß-Rotation steht für Polzin trotz der neu gewonnenen Möglichkeiten nicht zur Debatte. „Es wird nicht so sein, dass wir es wie beim Pokal-Spiel in Heidenheim machen, bei dem wir deutlich mehr durchgewechselt haben“, erinnert er sich. „Wir betrachten individuell, welcher Spieler in welcher Verfassung ist. Die Pause von Samstag auf Dienstag ist nicht allzu groß. Mal schauen, was wir da zusammen haben.“
Besonders gespannt blickt man im Volkspark auf Robert Glatzel. Nach seinem Muskelfaserriss steht der Stürmer intern wieder „auf Grün“. Dennoch bremst Polzin die Erwartungen: „Er würde theoretisch zur Verfügung stehen, aber ob das Sinn ergibt, sehen wir Dienstag.“

