Dem HSV könnte am Freitagabend beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr, Sky) ein hässliches Déjà-vu drohen. Das hat vor allem mit dem Trainer der Gäste zu tun.
Im vergangenen Jahr war Alexander Blessin noch Coach des Stadtrivalen St. Pauli. Damals empfing der HSV die Kiezkicker ebenfalls an einem Freitagabend vor einer Länderspielpause. Die Geschichte ging für die Rothosen nicht gut aus, 0:2 hieß es am Ende und Polzin und Co. mussten sich mit einem grummeligen Gefühl im Bauch in die Pause verabschieden.
HSV will Stadtderby-Déjà-vu verhindern
Nun steht Blessin bei Gladbach an der Seitenlinie. Ort, Zeit und Übungsleiter der gegnerischen Mannschaft sind also gleich. Und obwohl dieses Mal kein Stadtderby ansteht, ist die Situation ähnlich angespannt wie in der letzten Saison. Nach drei Niederlagen zum Start, gefolgt von drei Siegen in Folge und zwei weiteren Pleiten gegen Paderborn und Frankfurt wartet auf den HSV ein Sechs-Punkte-Spiel. Gelingt der Sieg, könnte der Nord-Verein einen riesigen Sprung in der Tabelle machen. Hagelt es eine Pleite, wird die Unruhe wieder größer und die Kritik an Inkonstanz, System und Co. mutmaßlich lauter.
Auch wenn Gladbach aktuell Tabellenletzter ist, sind die Fohlen nicht zu unterschätzen. Unter Blessin fingen sie sich zuletzt nämlich wieder, holten aus den letzten drei Pflichtspielen zwei Siege und ein Remis.
Die Rothosen wollen zurück in die Erfolgsspur
Und wie soll das gelingen? Geht es nach Sportdirektor Claus Costa lautet das Motto: Vorne die Chancen nutzen und hinten die Fehler abstellen. Sollte das gelingen, könnten die Rothosen wieder in die Erfolgsspur finden. Die angespannte Personallage soll indes nicht als Ausrede dienen.

„Wir haben in den letzten Wochen schon gezeigt, dass wir auch mit dem Personal, das zur Verfügung steht, sehr gute Phasen haben können“, so Costa weiter. Gegen den FC St. Pauli hatte der HSV in der Vorsaison weder die richtige Einstellung noch die cleverere Taktik. Es bleibt abzuwarten, ob es Polzin gelingt, das dieses Mal anders zu gestalten. Ein Dreier wäre der jedenfalls gleichbedeutend mit dem ersten Bundesliga-Sieg an einem Freitagabend seit mehr als neun Jahren.

