Kofi Amoako wechselte im Sommer von Dynamo Dresden zum HSV, konnte sich aber noch nicht durchsetzen.
Dabei öffnete sich für ihn die Tür mit dem Kreuzbandriss von Nicolai Remberg. Der 21-Jährige besitzt nämlich ein ähnliches Profil wie der Kapitän. „Der Mix aus Physis und Athletik, seine Zweikampfstärke und seine Intensität gegen den Ball passen hervorragend zu unserer Spielidee“, betonte Sportdirektor Claus Costa bei der Vorstellung. Dennoch entschied sich Trainer Merlin Polzin nach dem Remberg-Aus lieber dafür, mit Miro Muheim einen gelernten Linksverteidiger ins Mittelfeld zu beordern.
Der Schweizer bildete zuletzt mit Albert Sambi Lokonga und Martin Adeline das Zentrum, harmonierte zudem zuvor auch sehr ansprechend mit Bilel Nadir, der dem HSV in 2026 verletzungsbedingt ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Amoako kam derweil nicht über Kurzeinsätze hinaus. „Einfach aufgrund der Qualität der anderen“, begründete Polzin seine Entscheidungen auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Bei Amoako zeigt der Trend nach oben
„Die anderen Jungs im Zentrum sind dann nochmal ein Schritt weiter. Das haben wir mit Kofi auch besprochen, was die detaillierten Gründe sind, wollen sie aber zwischen dem Spieler und dem Trainerteam zu lassen und nicht zu sehr nach außen tragen. Es gibt einfach Themen, an denen er weiter arbeiten muss, um sich das auch zu verdienen, von Anfang an zu spielen“, führte er aus.
In den vergangenen Wochen schritt die Entwicklung von Amoako bereits voran. Bis zur Länderspielpause brachte er es nämlich nicht auf eine einzige Spielminute. „Ich glaube, es ist ganz normal, sich erst mal wieder an die Spielintensität zu gewöhnen, auch im Training. Die Schritte muss er gehen. Er ist ein junger Spieler“, sagte Co-Trainer Loic Favé.
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Inzwischen kam der gebürtige Hannoveraner immerhin zu vier Einwechslungen, setzte dabei auch positive Akzente: „Die Auftritt gerade auch im Testspiel (Amoako erzielte gegen Kopenhagen das Führungstor, Anm. d. Red.) oder auch in Hoffenheim, da hat er der Mannschaft auch geholfen“, betonte Polzin und forderte: „Jetzt gilt es für ihn, das Ganze zu bestätigen.“ Dann könnt Amoako schon bald in die Anfangsformation rücken.

