Nach drei Niederlagen in Folge und neun Punkten aus acht Bundesliga-Spielen wächst im Umfeld des HSV die Unzufriedenheit. Vor allem das Offensivspiel steht in der Kritik.
In den sozialen Medien machten in den vergangenen Tagen zahlreiche Anhänger ihrem Ärger Luft. Dabei werden insbesondere die offensive Harmlosigkeit und eine aus ihrer Sicht fehlende Idee im Spiel mit Ball zunehmend schärfer kritisiert. Auch der bereits länger umstrittene „Defensive-First-Ansatz“ stößt vielen Fans sauer auf.
HSV: Costa stellt sich vor Polzin und Co.
Sportdirektor Claus Costa hingegen sieht keinen Anlass, die grundsätzliche Ausrichtung oder gar die Arbeit des Trainerteams infrage zu stellen. „Ich sehe jeden Tag, wie die Trainer arbeiten. Ich weiß, was die Vorgaben sind. Ich sehe uns auf einem guten Weg, aber logischerweise ist der ein bisschen beschwerlich gerade“, erklärte der Sportdirektor (via Mopo) am Dienstag.

Damit spielte Costa selbstredend auf die weiterhin angespannte Personallage an. Mit Nicolai Remberg, Fabio Vieira, Sebastiaan Bornauw, Nicolas Capaldo, Bilal Nadir und Yussuf Poulsen fehlten dem HSV beim 1:3 in Frankfurt gleich mehrere wichtige Kräfte. Umso mehr vertraue er auf die Flexibilität seiner Mannschaft und die Kreativität des Trainerteams. „Die Trainer sind sehr erprobt darin, gute Lösungen zu finden“, betonte Costa und verwies unter anderem auf Miro Muheim, der zuletzt im zentralen Mittelfeld ran musste und der Mannschaft dort wichtige Punkte sicherte.
Trotzdem sieht der HSV-Boss klaren Verbesserungsbedarf. Die Mannschaft müsse „hinten konsequenter“ agieren, „die einfachen Fehler vermeiden“ und „vorn effektiver sein“. Das seien zwar „die Buzzwords“, allerdings gehe es genau darum, diese Dinge durch tägliche Arbeit und Trainingsabläufe regelmäßiger auch unter Wettkampfbedingungen auf den Platz zu bekommen. Die Möglichkeit dazu bietet sich schon am Freitag (20.30 Uhr, Sky), wenn es im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach geht.

