Die Hoffnungen waren groß, als Philip Otele im vergangenen Winter zum HSV kam. Er sollte den Angriff beleben und den Konkurrenzkampf mit Linksaußen Jean-Luc Dompé aufnehmen.
Das gelang auch: Ausgeliehen vom FC Basel kam er beim HSV auf neun Spiele. Der Offensivmann lief Dompé den Rang ab, bereitete einen Treffer vor und erzielte ein Tor. Vollends überzeugen konnte der Nigerianer allerdings nicht. Zwar verlief sein Start in Hamburg richtig gut – mit einer Vorlage im ersten Einsatz und Lob seiner Mitspieler –, es ging allerdings recht schnell wieder bergab.
Otele empfahl sich beim HSV nicht für eine Festanstellung
Nach einer unglücklichen Roten Karte im Nordderby bei Werder Bremen und der anschließenden Zwei-Spiele-Sperre war sein Lauf abrupt gestoppt, und er stand danach keine einzige Minute mehr für den HSV auf dem Rasen.

Der HSV entschied sich dementsprechend auch dagegen, ihn fest zu verpflichten, und zog die im Leihvertrag festgesetzte Kaufoption über 4,5 Millionen Euro nicht. Otele ging zurück zu seinem Stammverein nach Basel. Dort wollte man ihn im Sommer dem Vernehmen nach eigentlich loswerden, um die Kaufsumme von 3 Millionen aus dem Sommer 2025 wieder reinzuholen. Damals wechselte Otele aus Abu Dhabi nach Basel.
Viel Spielzeit bei Basel, aber erfolglos
Aufgrund einer Veränderung auf der Sportdirektorposition und fehlender Ansprechpartner scheiterte der Verkauf trotz zahlreicher Interessenten. Immerhin steht Otele nach wie vor für Basel auf dem Rasen und nicht, wie vielleicht vermutet, auf dem Abstellgleis. Er absolvierte in dieser Saison bereits elf Spiele und erzielte zwei Tore in der Super League. Allerdings verläuft die Saison für Basel bislang maximal schlecht. Sechs Niederlagen stehen bereits zu Buche, am Sonntag gab es eine 1:2-Pleite in Lugano. Otele erzielte zwar sein zweites Saisontor, konnte die Niederlage aber trotzdem nicht abwenden.

