Der HSV hat die Auswärtsfahrt nach Paderborn teuer bezahlt. Vor dem DFB-Pokal-Duell mit Eintracht Frankfurt müssen die Rothosen um gleich mehrere Leistungsträger bangen.
Zumindest Chancen auf einen Einsatz am Dienstagabend (18 Uhr) hat Jordan Torunarigha. Der Innenverteidiger nahm am Sonntag am Spielersatztraining teil, absolvierte nach dem Aufwärmen allerdings nur eine individuelle Einheit auf einem Nebenplatz. Ob er rechtzeitig zur Partie gegen Frankfurt fit wird, ist völlig offen.
Bei Nicolas Capaldo sieht es noch wesentlich schlechter aus. Der Argentinier laboriert an muskulären Problemen und kann bereits seit Donnerstag nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. Auch am Sonntag arbeitete er lediglich individuell im Kraftraum. „Bei Capi ist es so, dass es mit Blick auf das heutige Spiel und die kommende Woche nicht so gut aussieht“, erklärte Merlin Polzin in Paderborn.

Dort verletzten sich auch Fabio Vieira und Bilal Nadir. Beide HSV-Profis sollen ihr MRT laut Hamburger Abendblatt am Sonntagabend absolvieren. Ergebnisse und genauere Diagnosen werden am Montag erwartet. Für das Pokalspiel ist mit ihnen allerdings nicht zu rechnen. Gerade bei Vieira steht sogar ein deutlich längerer Ausfall im Raum.
HSV: Lokonga als Nadir-Ersatz?
Wie reagiert Polzin? Für das zentrale Mittelfeld kommen Kofi Amoako und Sambi Lokonga infrage. Letzterer ist wieder fit und könnte nach seiner Einwechslung in Paderborn direkt in die Startelf rücken. In den letzten beiden Spielen begannen Miro Muheim und Martin Adeline, was mit Blick auf Frankfurt natürlich ebenfalls eine Option ist.
Zudem kehren mit Patson Daka, Bakery Jatta und Albert Grønbæk drei zuletzt angeschlagene oder nur eingeschränkt verfügbare Spieler zurück. Gerade Grønbæk eröffnet Polzin wichtige Möglichkeiten und dürfte am Dienstag definitiv in der Startelf stehen. Alternativen gibt es also auch weiterhin. Nach einem kurzen Positivtrend hat sich das HSV-Lazarett in den vergangenen Tagen dennoch wieder bedenklich prall gefüllt.

