Ausgerechnet Rayan Philippe hat dem HSV einen heftigen Rückschlag verpasst. Der am Deadline Day nach Paderborn verliehene Franzose wurde beim direkten Wiedersehen zum Matchwinner.
Mit seinem Treffer in der 88. Minute besiegelte der 26-Jährige die völlig verdiente 0:1-Niederlage der enttäuschend auftretenden Hamburger. Knapp 20 Minuten nach seiner Einwechslung schlug er zu und überwand HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes mit einem präzisen Flachschuss aus rund 17 Metern. Anschließend hob er entschuldigend die Hände.
„Ich bin sehr froh über mein erstes Tor für Paderborn. Aber ich bin natürlich auch traurig, dass es gegen den HSV war. Denn das sind meine alten Teamkollegen“, erklärte er (via Bild) nach Abpfiff.

Dabei hätte Philippe in der Nachspielzeit sogar noch einen zweiten Treffer nachlegen können. Weil Daniel Heuer Fernandes sein Tor bei einer HSV-Ecke verlassen hatte, versuchte es der Angreifer aus rund 35 Metern, verfehlte das Ziel aber knapp. „Ich hätte das zweite Tor auch gerne gemacht“, sagte er und ergänzte: „Es war ein bisschen zu weit, aber Martin Adeline hat mich auch etwas geschoben.“
HSV-Leihgabe hofft auf mehr Spielzeit
Dass Philippe überhaupt in Ostwestfalen spielt, hängt mit der Verpflichtung von Fábio Vieira zusammen. Nachdem ihm HSV-Trainer Merlin Polzin Ende August mitgeteilt hatte, dass seine Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten sinken würden, entschied sich der Offensivmann für einen Wechsel. „Es war ein schwieriges Gespräch. Ich hatte dann keine Wahl – ich musste gehen“, erklärte er im Vorfeld der Partie im Mopo-Gespräch.
Auch in Paderborn ist Philippe bis dato nur Joker. Nach seinem Premierentor dürfte er nun jedoch auf mehr Spielzeit hoffen. „Mein erstes Tor kam im besten Moment. Für mich war es sehr wichtig, aber auch für das Team. Das war ein sehr schweres Spiel“, sagte Philippe. Gleichzeitig blieb er bescheiden: „Vielleicht bringt mich das näher an die Startelf, aber das ist eine Frage für den Coach. Ich fordere nicht, dass ich nächstes Spiel von Anfang an spiele.“

