Der Kreuzbandriss von Nicolai Remberg stellt den HSV vor eine schwierige Aufgabe. Durch den Ausfall des Kapitäns entsteht im zentralen Mittelfeld eine große Lücke.
Sportdirektor Claus Costa und die Scouting-Abteilung beschäftigen sich daher bereits mit möglichen Alternativösungen. „Wir werden natürlich im Winter schauen, wie die Situation ist, und vorher schon unsere Hausaufgaben machen“, erklärte Costa gegenüber der Mopo. Einen sofortigen Handlungsdruck sieht der HSV-Sportdirektor allerdings nicht: „Es gibt aber aktuell nicht den Plan, zwingend tätig werden zu müssen.“
Zunächst wollen die Verantwortlichen prüfen, ob sich Rembergs Ausfall mit dem vorhandenen Personal auffangen lässt. Kofi Amoako, der im Sommer von Dynamo Dresden kam, dürfte in naher Zukunft eine wichtige Rolle übernehmen. Der 21-Jährige wurde als Alternative für das defensive Mittelfeld verpflichtet und erhielt beim 3:2-Sieg in Hoffenheim seine ersten Bundesliga-Minuten. Schon im Testspiel gegen den FC Kopenhagen (2:0) hatte er mit einem Treffer auf sich aufmerksam gemacht.

Auch Nicolas Capaldo, Bilal Nadir und Hoffenheim-Held Miro Muheim kommen als teaminterne Lösungen infrage. Capaldo ist jedoch eigentlich als zentraler Bestandteil der Dreierkette eingeplant. Sommer-Neuzugang Nadir wiederum hat bislang kaum Gelegenheit gehabt, sich im HSV-Trikot zu zeigen.
Remberg-Ausfall: Costa vertraut den HSV-Coaches
Trotzdem vertraut Costa auf die vorhandenen Möglichkeiten. „Ich bin davon überzeugt, dass unser Trainerteam aufgrund unserer Kaderqualität und der Profile, die zur Verfügung stehen, dafür sorgen wird, dass wir Ideen und Lösungen finden werden, um Rambos Ausfall zu kompensieren“, sagte er.
Ganz ausschließen lässt sich eine Verpflichtung im Januar damit nicht. Costa und Scouting-Chef Sebastian Dirscherl haben bereits erste Szenarien besprochen, eine Liste möglicher Kandidaten soll zeitnah folgen. Wie groß der Bedarf tatsächlich ist, hängt auch davon ab, wie sich das eigene Spielermaterial in den kommenden Wochen präsentiert. Das anstehende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) dürfte in dieser Hinsicht als angemessene Bewährungsprobe dienen.

