Die Personalsituation im HSV-Sturm ist angespannt. Mit Patson Daka und Terem Moffi fallen aktuell gleich zwei Mittelstürmer aus.
Daka zog sich in den Reihen der sambischen Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss zu und wird laut Bild-Bericht zwei bis drei Bundesliga-Partien verpassen. Bei Moffi, der weiterhin mit Knieproblemen zu kämpfen hat, ist die Rückkehr noch schwerer abzuschätzen. Der Nigerianer trainierte zuletzt lediglich mit dem Reha-Coach und dürfte für das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (10. Oktober) definitiv keine Option sein.
Damit ruht die größte Verantwortung zunächst auf Yussuf Poulsen. Der 32-Jährige musste den Test gegen den FC Kopenhagen (2:0) nach einem Schlag auf die Wade bereits nach 20 Minuten verlassen. Entwarnung gab es anschließend jedoch schnell. „Ich bin nicht verletzt, das Hoffenheim-Spiel ist kein Problem“, erklärte der Däne. Trotzdem bleibt die Belastungssteuerung ein Thema. Poulsen ist bekanntermaßen verletzungsanfällig und für den Moment keine Option für die vollen 90 Minuten. Merlin Polzin wird in den kommenden Wochen also Möglichkeiten finden müssen, um ihn zu entlasten.

HSV: Stange und Vieira als Poulsen-Ersatz?
Option eins ist Otto Stange. Der 19-Jährige ist aktuell der einzige weitere gesunde Mittelstürmer im Kader. Allerdings entspricht sein Spiel nur bedingt dem eines klassischen Neuners. Stange lässt sich gerne fallen, will anspielbar sein und weicht auf die Flügel aus. Zuletzt setzte Polzin ihn deshalb häufiger auf der Zehnerposition ein. Dort wird er wegen des Ausfalls von Albert Grønbaek und der bislang überschaubaren Form von Martin Adeline eigentlich weiterhin benötigt. Dennoch dürfte Stange in den nächsten Wochen immer wieder auch in der Sturmspitze auftauchen
Option zwei heißt Fabio Vieira. Auch der Portugiese könnte aus dem offensiven Mittelfeld noch weiter nach vorne geschoben werden. Gegen Kopenhagen probierte Polzin diesen Ansatz bereits aus. Aufgrund der angespannten Personallage dürfte diese Variante ebenfalls vereinzelt zum Einsatz kommen. Vieles spricht damit für einen flexiblen Wechsel zwischen beiden Lösungen. Völlig klar ist lediglich, dass Poulsen die gesamte Last des HSV-Sturms keinesfalls allein schultern kann.

