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Nur die Raute » Zwischen Frust und Hoffnung: Drei Mutmacher für den HSV
HSV News

Zwischen Frust und Hoffnung: Drei Mutmacher für den HSV

Philipp Overhoff
Philipp Overhoff
10. September 2026
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David Möller Wolfe
Foto: IMAGO

Das hat gesessen: Die 0:5-Pleite gegen den 1. FSV Mainz 05 erschütterte HSV-Fans und Verantwortliche gleichermaßen.

Schlagartig wandelte sich die zuvor so positive Grundstimmung rund um den Volkspark. Vorfreude und Euphorie wichen Skepsis und Pessimismus. So lautet zumindest der aktuelle Eindruck.

Und natürlich: Das Mainz-Ergebnis und insbesondere die Art und Weise des Auftritts waren besorgniserregend. Der Saisonstart ist offiziell misslungen, die kommenden Aufgaben werden wenn überhaupt nur unwesentlich einfacher.

Trotzdem gibt es auch weiterhin Aspekte, die den HSV und seine Anhänger optimistisch stimmen dürfen – sowohl mit Blick auf die nächsten Wochen als auch auf die gesamte Saison.

Der HSV steckt noch in der Findungsphase

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Dortmund (0:2) nahm Merlin Polzin gegen Mainz gleich vier Änderungen in der Startelf vor. Zudem setzte er auf satte sechs Neuzugänge. Zählt man den fest verpflichteten Albert Grønbaek hinzu, waren es sogar sieben. Das Trio Zakaria El Ouahdi, David Möller Wolfe und Fabio Vieira stieß dabei erst wenige Tage vor der Partie zum Team. Und auch Sturm-Hoffnung Terem Moffi befindet sich weit entfernt von seiner Bestform, nachdem er bei OGC Nizza wochenlang nur mit der zweiten Mannschaft trainiert hatte. Klar ist also: Trotz auf dem Papier namhafter Neuzugänge ist der HSV im September 2026 noch ein fragiles Gebilde. Eine 90-minütige Arbeitsverweigerung wie gegen Mainz entschuldigt das natürlich nicht. Doch auch Cheftrainer Merlin Polzin weiß: „Wir brauchen natürlich noch Zeit, um die Verbindung weiter zu stärken und um in die Abläufe reinzukommen.“

Die Parallelen zur letzten Saison sind erdrückend

Was ebenfalls als Grund für Optimismus herhalten darf: Schon im Vorjahr setzte der HSV den Saisonstart kräftig in den Sand. Nach drei Bundesliga-Spielen hatten die Rothosen nur einen Punkt auf der Habenseite und wiesen dabei dieselbe Tordifferenz auf wie jetzt nach zwei Spielen: 0:7. 31 Spieltage und acht Monate später feierte die Mannschaft dann den souveränen Klassenerhalt mit neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Darauf verlassen, dass es jedes Jahr so laufen wird, sollte man sich in Hamburg freilich nicht. Trotzdem ist sich Kapitän Nicolai Remberg sicher: „Wir werden uns einspielen, und dann sind wir wieder da. Das bricht uns nicht das Genick.“

Nicolai Remberg
Foto: IMAGO

Der Erzrivale als Vorbild?

Für den Moment ist die Stimmung an der Elbe am Boden. Angesichts des letzten Tabellenplatzes und der Tatsache, dass drei der vier bisherigen Saisonhalbzeiten einem sportlichen Offenbarungseid glichen, ist das zunächst wenig verwunderlich. Wie schnell sich die Gemütslage rund um einen großen Fußballverein aber auch wieder zum Guten wenden kann, weiß ausgerechnet Nord-Rivale Werder Bremen. Nach einer komplizierten Transferperiode und einer deftigen Auftaktklatsche beim SC Freiburg schrillten an der Weser bereits alle Alarmglocken. Mit einem völlig überraschenden 3:1-Sieg über RB Leipzig gelang den Grün-Weißen am vergangenen Wochenende jedoch der emotionale Turnaround. Auf denselben Gegner trifft nun auch der HSV – und dürfte sich den ungeliebten Rivalen dabei durchaus zum Vorbild nehmen.

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