Die 0:5-Klatsche gegen den Mainz hat nicht nur HSV-intern für Ernüchterung gesorgt. Auch zahlreiche Beobachter und Experten zeigten sich nach dem desolaten Heimauftritt der Hamburger schockiert.
Dabei war die Ausgangslage vor der Partie eigentlich eine völlig andere. Nach den spektakulären Last-Minute-Transfers von Fabio Vieira, Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe herrschte rund um den Volkspark Aufbruchsstimmung. Statt der erhofften Party erlebten die 57.000 Zuschauer jedoch ein Debakel, das den HSV nach zwei Spieltagen mit null Punkten und 0:7 Toren ans Tabellenende beförderte.
DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger sah vor allem einen überragenden Auftritt der Gäste. „Es war ein perfektes Fußballspiel aus Sicht der 05er“, urteilte der Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger und ehemalige HSV-Co-Trainer nach Abpfiff. Mainz habe die Schwächen der Rothosen konsequent offengelegt und ausgenutzt. „Das kann Urs Fischer ruhig genießen“, sagte Schweinsteiger und legte nach: „Ich glaube, die Mainzer hätten sogar noch mehr Tore schießen können.“
„Nicht bundesligatauglich“: Reif kritisiert HSV-Abwehr!
Noch schärfer fiel die Analyse von TV-Experte Marcel Reif aus. Mit Blick auf die Art der Gegentreffer erklärte er gegenüber Bild: „So wie sie die Tore hergeschenkt haben – das ist nicht bundesligatauglich.“

Tatsächlich präsentierte sich der HSV über die komplette Spieldauer erschreckend anfällig. Defensive Abstimmungsprobleme und mangelnder Gegnerdruck wechselten sich mit teils haarsträubenden Fehlern im Aufbau ab. Gleichzeitig fand das Team auch offensiv kaum Lösungen und erarbeitete sich keine nennenswerte Großchance.
Trotz aller Bedenken glaubt Reif weiterhin an die Mannschaft von Merlin Polzin, die gegen Mainz mit sechs Neuzugängen in der Startelf agierte. „Das wird sich einruckeln. Ich glaube nicht, dass der HSV in Abstiegsgefahr gerät“, sagte der langjährige Kommentator. Die deutliche Niederlage sollte den Verantwortlichen allerdings „zu denken geben“.

