Für die HSV-Profis beginnt die ganz heiße Phase dieses Sommers. Nach vier Testspielen steht am Samstagabend (19 Uhr) beim FC Toulouse die letzte Bewährungsprobe vor dem Pflichtspielstart an.
Dabei dürfte Trainer Merlin Polzin erstmals deutlich zeigen, welcher Elf er zum Saisonauftakt vertraut. Die Zeit der großen Rotation ist damit endgültig vorbei. Lange verteilte der HSV die Einsatzzeiten bewusst auf viele Schultern. Doch nun geht es darum, eine vorerst bestehende Stammformation zu finden. Polzin machte vor der Abreise nach Südfrankreich keinen Hehl daraus, dass das Duell mit Toulouse aus diesem Grund eine besondere Bedeutung besitzt.
„Es ist das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Auftakt im Pokal“, erklärte der HSV-Coach. Deshalb werde die Spielzeit „weniger verteilt“ sein. Viel mehr sei der Test sei „ein klarer Hinweis für die Woche danach“. Damit darf der Auftritt gegen den französischen Erstligisten ganz offiziell als Generalprobe für das DFB-Pokalspiel beim SC Verl (24. August) herhalten. Nur fünf Tage später wartet mit dem Gastspiel Borussia Dortmund zudem die erste Bundesliga-Aufgabe.
Spannender Kampf um den HSV-Sturm, zwei Defensivakteure fehlen
In der Startelf scheinen zahlreiche Plätze bereits vergeben zu sein. Daniel Heuer Fernandes ist ebenso unumstritten gesetzt wie Kapitän Nicolai Remberg, Vize-Kapitän Nicolás Capaldo, Sambi Lokonga oder der aktuell konkurrenzlose Bakery Jatta. Auch Jordan Torunarigha und Sommer-Neuzugang Martin Adeline besitzen beste Chancen. Youngster Louis Lemke konnte sich mit starken Leistungen in der Vorbereitung ebenfalls für größere Aufgaben empfehlen. Gleiches gilt für Albert Grønbaek, der nach seinen überstandenen Beschwerden wieder zur Verfügung steht.

Spannend bleibt vor allem die Frage nach der Besetzung des Sturmzentrums. Dort liefern sich Patson Daka und Yussuf Poulsen ein offenes Duell um den Platz in der Spitze. Zusätzlich können auch Otto Stange und Rayan Philippe im Angriff spielen, doch beide Spieler setzte Polzin zuletzt vor allem auf der Doppelzehn eine Position dahinter ein. Gerade Philippe hinterließ in dieser Rolle einen hervorragenden Eindruck.
Ganz ohne personelle Sorgen reist der HSV allerdings nicht nach Frankreich. Miro Muheim wird wegen Oberschenkelproblemen ausfallen, Warmed Omari steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Darüber hinaus absolvierte Immanuel Pherai, der den Verein ohnehin verlassen soll, lediglich Einheiten im Kraftraum, gehört aber dem Spieltagskader an.

