Noch vor einem Jahr gehörte Daniel Elfadli zu den gefeierten Aufstiegshelden des HSV. Der Defensivmann trug als Stammkraft entscheidend zum Erfolg bei.
Nur folgerichtig wurde sein Vertrag im Anschluss vorzeitig und langfristig verlängert. Doch seitdem büßte Elfadli Stück für Stück an Wichtigkeit für die Mannschaft ein. In Merlin Polzins Planungen für die neue Saison spielte er, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.
Die 180 Minuten, die Elfadli gegen den SC Verl (3:0) und Borussia Dortmund (0:2) auf der Ersatzbank verbrachte, dürften ihm den Ernst der Lage noch einmal verdeutlicht haben. Sogar das junge Eigengewächs Shafiq Nandja zog in der internen Hackordnung an ihm vorbei.
Die Konsequenz: Am Tag nach dem Deadline Day packte der 29-Jährige seine Sachen und verließ den HSV in Richtung Linzer ASK. Den Transfer bestätigten die Vereine am frühen Mittwochabend. Die Schwarz-Weißen sind amtierender österreichischer Doublesieger und gehen in dieser Saison in der Champions League an den Start. Dort warten unter anderem Duelle gegen Real Madrid und den FC Liverpool.

HSV verleiht Elfadli für eine Saison
Bild-Informationen zufolge kommt Elfadli auf einjähriger Leihbasis in Linz unter. Eine Kaufoption sei demnach kein Bestandteil des Deals. Nach jetzigem Stand kehrt der Routinier also im kommenden Sommer in den Volkspark zurück. Entsprechend warmherzig wurde er von den Hamburger Verantwortlichen verabschiedet.
So erklärte Sportdirektor Claus Costa: „Fadli war in der Aufstiegssaison einer unserer Schlüsselspieler und hat in der vergangenen Spielzeit seinen Teil zum Klassenerhalt beigetragen. Aufgrund der Konkurrenzsituation ist seine Chance auf Spielzeit bei uns zuletzt kleiner geworden. Mit der Leihe zum LASK hat sich nun eine tolle Möglichkeit für ihn aufgetan, die wir ihm nicht verbauen wollten. Wir sind fest davon überzeugt, dass Fadli mit seiner Vielseitigkeit und Persönlichkeit auch für sein neues Team eine Bereicherung sein wird. Wir wünschen ihm viel Erfolg in Österreich.“

