Die Entscheidung ist seit Montag offiziell: Jean-Luc Dompé spielt beim HSV keine Rolle mehr. Der 30-Jährige wurde freigestellt und nicht mit ins Trainingslager nach Herzogenaurach genommen.
Nach dem Test gegen den OSC Lille (2:2) hat sich nun auch HSV-Kapitän Nicolai Remberg zur Ausbootung des einstigen Publikumslieblings geäußert. „Ich mag ihn als Menschen und kam immer gut mit ihm klar“, stellte Remberg zunächst klar. „Er hat unfassbare Qualität, das würde ich ihm nie absprechen wollen.“ Gleichzeitig kann der Kapitän nachvollziehen, warum der Franzose sportlich nicht mehr ins Anforderungsprofil des HSV passt. „Für die intensive Art, mit der wir spielen wollen, war es vielleicht ein bisschen zu wenig. Er ist ein anderer Spieler.“
Damit deckt sich Rembergs Einschätzung in Teilen mit den Erklärungen von Trainer Merlin Polzin. Der 35-Jährige gewährte bereits in Herzogenaurach einen Einblick in die Entscheidungsfindung. „Es ist dann einfach die Summe, wie wir uns verändern wollen und wie es dann auch im Umgang zusammenpasst“, sagte Polzin. Für ihn sei klar: „Am Ende hat er nichts davon, wir haben nichts davon, und da muss man sich dann auch einfach in die Augen schauen und sagen: Okay, das passt halt nicht mehr.“

Dompé bleibt dem HSV-Training fern
Remberg selbst hält sich bei der Bewertung bewusst zurück. „Im Endeffekt kann ich dazu nichts sagen, weil es nicht in meiner Hand liegt“, erklärte der Mittelfeld-Abräumer. „Es wurde so entschieden und ich muss als Kapitän voll dahinterstehen und das mache ich auch.“ Nüchtern hielt er fest: „Das ist der Fußball.“
An der Situation von Dompé wird sich kurzfristig derweil nichts verändern. Auch nach der Rückkehr aus dem Trainingslager ist eine zeitnahe Rückkehr des Linksaußen in den Mannschaftskreis nicht in Sicht. Laut Bild-Informationen wird er zu Beginn der neuen Trainingswoche am Dienstag weiter individuell arbeiten. Vorerst wird Dompé weder ins Profi-Training zurückkehren noch mit der U21 auf dem Platz stehen. Dabei wäre der HSV grundsätzlich bereit, den Offensivspieler wieder ins Mannschaftstraining zu integrieren, sollte dieser darauf bestehen. Bislang begnügt sich der Aufstiegsheld von 2025 jedoch mit individuellen Einheiten.

