Der HSV begrüßte bereits fünf Neuzugänge in seinen Reihen. Sportdirektor Claus Costa zieht daher eine positive Zwischenbilanz.
Dabei merkte er an im Bild-Interview an, dass der HSV sich im Vergleich zum Vorjahr in einer wesentlich besseren Ausgangslage befindet: „Da sehe ich in allen Bereichen einen Riesen-Unterschied. Beim Kader-Bild, bei Spiel-Prinzipien, Abläufen, der Handschrift des Trainer-Teams. Im vergangenen Jahr hatten wir einen großen Umbruch bei der Spielidee, der Ausrichtung und den Prinzipien. Jetzt habe ich von Beginn an das Gefühl, dass wir auf einer ganz anderen Basis beginnen.“
Costa gelang es schnell, Kofi Amoako von Dynamo Dresden loszueisen und den schon in der Rückserie Albert Grønbaek ausgeliehenen fest zu verpflichten, ehe für einige Wochen Transferstau herrschte. In den vergangenen Tagen legte der HSV gleich dreimal nach, investierte rund vier Millionen Euro Ablöse in die Dienste von Martin Adeline und holte Patson Daka, der sich im Test gegen Heidenheim hervorragend einfügte, sowie Bilal Nadir ablösefrei.

HSV: Costa erkennt „Qualitätsverlust“ ohne Lokonga
Mit Blick auf Daka, dessen Transfer angesichts seiner unglücklichen Zeit bei Leicester City durchaus für Stirnrunzeln sorgte, betonte Costa: „Einen Stürmer zu holen, der 20 Tore plus x garantiert, ist für uns nicht umsetzbar. Außer Kane und Haaland gibt es da auch nur wenige. Wir sind gefordert, kreative Lösungen zu finden. Patson hat das Profil, das wir zumindest von einem unserer Stürmer sehen wollen: Intensität im Anlaufen, er ist schnell, hat Power und eine Körperstabilität. Er ist ambitioniert und hat Lust auf den Schritt zum HSV.“
Die vier anderen Neuzugänge sind allesamt im zentralen Mittelfeld einsetzbar. Dort herrscht ein Überangebot. Denn Nicolai Remberg sowie Albert Sambi Lokonga gelten als gesetzt. Zudem bemüht sich der HSV weiter um eine langfristige Zusammenarbeit mit Fábio Vieira. Dennoch sieht Costa gute Gründe, um nachzulegen: „Wir hatten in der vergangenen Saison einen Qualitäts-Verlust, wenn Albert Sambi Lokonga nicht gespielt hat. Wir hatten den Ansatz, dass wir im Mittelfeld – das war schon in der vergangenen Saison unser Prunkstück – noch mal gezielt Qualität hinzufügen.“
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Auf anderen Positionen gibt es dringenderen Handlungsbedarf. Etwa benötigt es nach dem Leihende von Luka Vuskovic einen neuen Abwehrchef. „Ja, wir suchen noch einen Innenverteidiger“, bestätigte Costa, fügte aber auch an, dass „Jordan Torunarigha im Zentrum haben wir in der vergangenen Saison in Mainz defensiv auch ein hervorragendes Spiel gemacht“ habe.
Darüber hinaus soll auch ein Außenverteidiger kommen. Dabei könne es „auch ein Ansatz sein, einen Spieler zu verpflichten, der auf beiden Schienen spielen kann“. Bis zum Pflichtspiel-Start verbleibt noch rund ein Monat, um den Kader auf allen Positionen ansprechend zu besetzen. Aktuell „sind wir grundsätzlich sehr zufrieden mit dem, was uns bisher gelungen ist. Und, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt an diesem Punkt sind“, betonte Costa, auf den in den nächsten Wochen weiter viel Arbeit wartet.
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