Nach dem bitteren 0:5-Debakel gegen Mainz droht dem HSV vor dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig der nächste Rückschlag. Ausgerechnet in der Defensive könnte Trainer Merlin Polzin eine wichtige Option wegfallen.
Sebastiaan Bornauw fehlte am Mittwoch im Mannschaftstraining und bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Der Belgier hat nach der deutlichen Niederlage gegen Mainz mit hartnäckigen muskulären Problemen zu kämpfen. Ob der 27-Jährige am Sonntag (15.30 Uhr) in Leipzig auflaufen kann, ist laut Bild-Informationen völlig offen. Sein Zustand soll von Tag zu Tag neu bewertet werden. Eine Entscheidung über seinen Einsatz dürfte entsprechend erst im weiteren Verlauf der Woche fallen.
Ein Ausfall des Innenverteidigers würde den HSV definitiv hart treffen. Zwar konnte Bornauw gegen Mainz nicht überzeugen und hatte wie seine Kollegen erhebliche Probleme, grundsätzlich ist er aber als zentraler Bestandteil und Abwehrboss der Dreierkette eingeplant. Zudem verschärft sich die ohnehin angespannte Situation im Defensivzentrum weiter.

HSV muss auf seine Youngster bauen
Denn: Warmed Omari ist nach seiner Schulterverletzung erst zu Wochenbeginn ins Teamtraining zurückgekehrt. Nach der mehr als vierwöchigen Zwangspause kommt ein Startelfeinsatz in Leipzig noch zu früh. Mario Vuskovic steht aufgrund seiner Dopingsperre derweil erst ab Mitte November wieder für Pflichtspiele zur Verfügung.
Sollte Bornauw also tatsächlich passen müssen, bleiben Polzin nur wenige Alternativen. Neben Jordan Torunarigha und Nicolas Capaldo dürften die jungen Eigengewächse gefragt sein. Das gilt insbesondere für Shafiq Nandja, der gegen Mainz bereits in der zweiten Halbzeit ran durfte. Auch der erst 18-jährige Jason Bissi-Mouelle könnte zumindest eine Option für den Kader werden. Im Training wurde an einer möglichen neuen Besetzung gearbeitet.

